Busfahrer: „Wenn Sie nicht ruhig sind, können Sie zu Fuß gehen“

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Eschweiler. Wieder einmal liegt der Aseag eine Beschwerde eines Passagiers über einen Busfahrer vor. Der Eschweiler Bürger schilderte auch unserer Zeitung gegenüber, was ihm widerfahren ist. Es ist nicht der erste Fall in der jüngsten Zeit.

In den vergangenen Wochen haben sich demnach die Ereignisse gemehrt, bei denen das Fahrpersonal bei den morgendlichen Fahrten der Linie EW2 von Dürwiß zum Bushof Eschweiler schon ab der Haltestelle Liebfrauenstraße beginnt, den Bus abzurüsten.

„Dies beinhaltet das Abmelden am Fahrkartendrucker mit Entnehmen der Chip-Karte, das Einpacken der Münzgeldkasse und der Scheintasche etc.“, sagt der Leser. Das alles geschehe zum Teil während der Fahrt. Bei diesen Aktionen seien die Fahrer auch in Schlangenlinien gefahren, weil sie einige Sekunden nicht auf die Fahrbahn achteten.

Zwei Grünphasen verpasst

Eine Fahrt ist ihm besonders in Erinnerung geblieben: Zunächst sei ein Fahrer erst um 6.13 Uhr (statt 6.10 Uhr) ab der Haltestelle Karl-Arnold-Straße losgefahren. Ab der Haltestelle Liebfrauenstraße habe er während der Fahrt begonnen, sich am Fahrkartendrucker abzumelden und die Chip-Karte zu entnehmen. An der Haltestelle Peter-Paul-Straße habe er gehalten, um einen Fahrgast aufzunehmen. Er sei dann dort stehen geblieben, um sich weiter abzumelden.

„Nachdem er zwei Grünphasen der Ampel an der Peter-Paul-Straße hatte verstreichen lassen, sprach ich den Fahrer an. Ich fragte ihn, warum er nicht weiter fahre. Er könne sehr gut am Bushof nach Fahrtende seine Abrüstung vornehmen. Der Fahrer antwortete mir, was ich denn für ein Problem hätte, es wäre erst 6.24 Uhr und die Busse würden erst um halb abfahren. Er müsse die Karte herausbekommen. Ich solle mich nicht so haben. Als i-Tüpfelchen meinte er mir dann noch sagen zu müssen: ‚Wenn Sie nicht ruhig sind, können Sie zu Fuß weiter gehen!‘ Dies sehe ich als Frechheit und absolut ungebührliches Verhalten an.“

Der Bus sei erst um 6.28 Uhr am Bushof angekommen. Zwar habe der Fahrgast den Anschlussbus bekommen, jedoch keinen Sitzplatz mehr einnehmen können. „Ich kann nicht akzeptieren, dass durch ein so mutwilliges Verhalten des Fahrers, meine Fahrt mit dem AVV in der Qualität beeinflusst wird. Ganz zu schweigen von der Verkehrsgefährdung, die durch das abgelenkte Fahren beim Abrüsten entsteht“, so unser Leser.

Ein solches Verhalten sei nicht im Sinne der Aseag, sagt Presseprecherin Anne Linden. Diese Vorfälle habe man zum Anlass genommen, noch einmal auf korrekte Verhaltensweisen hinzuweisen. Man könne sich nur in aller Form entschuldigen und zusehen, dass so etwas nicht mehr geschehe.

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