Burg Nothberg: Ein Stück Geschichte bald zum Anfassen

Von: ran
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Nothberger Burg
Die Mitstreiter innerhalb des Fördervereins Nothberger Burg möchten dazu beitragen, Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen. Erstes Anliegen der Förderer um den Vorsitzenden Hans Illner ist, eine möglichst schnelle Sicherung der Burgruine zu ermöglichen, um den weiteren Verfall zu verhindern und die Anlage in einem überschaubaren Zeitraum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Das außerordentliche Bauwerk weist eine Geschichte von mindestens sieben Jahrhunderten auf. Seine erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Die Ursprünge der Nothberger Burg dürften jedoch im Früh- und Hochmittelalter liegen.

Die Mitstreiter innerhalb des Fördervereins Nothberger Burg möchten dazu beitragen, Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen. Erstes Anliegen der Förderer um den Vorsitzenden Hans Illner ist, eine möglichst schnelle Sicherung der Burgruine zu ermöglichen, um den weiteren Verfall zu verhindern und die Anlage in einem überschaubaren Zeitraum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hilfreich bei diesem Vorhaben dürfte ein Schreiben sein, das der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt, der am Donnerstag gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz die Nothberger Burg besuchte, im Gepäck hatte.

Die beiden Christdemokraten überbrachten die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 83.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI des Bundes; Mittel, die laut der von Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, unterschriebenen Mitteilung „überjährig zur Verfügung“ stehen. Die beiden CDU-Politiker nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild von der Sanierung zu machen.

Einzigartiges Bauwerk

„Ganz entscheidend für die Zukunft der Nothberger Burg dürfte sein, ob es gelingt, die Menschen auf dieses einzigartige Bauwerk neugierig werden zu lassen“, erklärte Axel Wirtz zu Beginn des Rundgangs und stieß bei Burgherr Karl-Heinz Kever und Justus Peters, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Nothberger Burg, auf volle Zustimmung.

Dr. Ekkehard Kandler vom Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der Technischen Hochschule Köln, der die Sanierungsarbeiten als Architekt leitet, beantwortete sowohl Fragen zur bewegten Geschichte des Bauwerks, das zu den wenigen im deutschen Sprachraum noch „halbwegs erhaltenen“ Burgen im Donjon-Stil zählt, als auch zur aktuellen Situation.

Infozentrum geplant

„In der jüngsten Vergangenheit haben wir vor allem an der Zuwegung zur Burg gearbeitet“, so der Bauhistoriker, der sich vorstellen kann, dass einer der beiden Türme der Vorburg einmal als Aussichtsturm dienen könnte. „Wir arbeiten daran, die Burg spätestens im Jahr 2020 für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so der Architekt.

Justus Peters unterstreicht, dass bis dahin mit unterschiedlichsten Veranstaltungen auf die Nothberger Burg aufmerksam gemacht werden soll. „Unter anderem schwebt uns für die Zukunft auch die Errichtung eines kleinen Informationszentrums vor“, so der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins.

Allerdings sollten bis dahin weitere Fördermittel fließen. Im Boot sitzen neben Bund und Land unter anderem auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die NRW-Stiftung.

Burgherr und Landwirt Karl-Heinz Kever kann sich durchaus vorstellen, in absehbarer Zukunft Besucher auf „seiner“ Burg zu empfangen: „Zumal sich der Haltepunkt der Euregio-Bahn quasi vor der Haustür befindet und es somit problemlos möglich ist, als Familie aus Aachen oder Köln zur Nothberger Burg zu reisen“, nennt er den wichtigen Aspekt der Anbindung.

„Ich bin vom Bauwerk selber und den Möglichkeiten, die dieses als historischer Anziehungspunkt der Region bietet, mehr als beeindruckt“, bekannte Axel Wirtz zum Abschluss des Besuchs. Viel bleibe zu tun, doch Perspektiven seien absolut vorhanden.

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