Bunter Protest gegen die braune Brühe

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Nicht nur auf Schildern bezieh
Nicht nur auf Schildern bezieht Eschweiler Stellung gegen rechte Umtriebe. Die Indestädter gehen auch selbst auf die Straße, wenn es gilt, Neonazis Einhalt zu gebieten. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Das neue Aktionsbündnis „Eschweiler Nazifrei” hat mit seinem Gründungstreffen ein gutes Signal gesetzt. Über 90 Teilnehmer drängten am Dienstag in den größten Fraktionsraum im Eschweiler Rathaus.

Nachdem zusätzliche Stühle herbeigeschafft waren ging es zügig an die Planung der Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch am 31. März in der Indestadt.

Die Anwesenden waren sich schnell einig, einen bunten und vielfältigen Protest mit unterschiedlichen Aktionsformen zu organisieren. Bereits im März werden die ersten Veranstaltungen stattfinden. Mit Informationsangeboten, Flashmobaktionen (spontan wirkende Menschenaufläufe) und kulturellen Aktionen soll für den Aktionstag am 31. März in Eschweiler mobilisiert werden.

Die den Protest tragenden Gruppen und Vereine werden fortlaufend öffentlich gegen Rassismus Stellung beziehen und sich selbst, sowie ihre Aktionen vorstellen. Der Unterstützung durch die Presse sind sich die Initiatoren, aus guter Erfahrung in Eschweiler, gewiss.

Am Aktionstag Ende März wird es neben mobilen Protesten und kurzfristigen Aktionen auch eine große Kundgebung am Talbahnhof geben. Die behördliche Anmeldung erfolgt in den nächsten Tagen. Es kann jetzt schon mitgeteilt werden, das dort der Selbstverpflichtung des Stadtrates „Eschweiler hat keinen Platz für Rassismus” durch unterschiedliche Beiträge Nachdruck verliehen wird. Unter dem Eindruck des breiten Widerstandes gegen das ?Braune Haus und seine Nazibewohner in Eschweiler Dürwiß, fasste der Rat bereits im Jahr 2000 diesen einstimmigen Beschluss.

Ein buntes und familienfreundliches Kulturprogramm soll den sicherlich langen Protesttag verkürzen. Mitwirkende werden noch gesucht und können sich unter den angegebenen Kontaktmöglichkeiten melden.

Sicher wird die Innenstadt ohnehin sehr gut belebt sein, da an dem Wochenende um den 31. März das Stadtfest für buntes Treiben sorgen wird. Dies passt dann auch zur politischen Aussage „lieber bunte Vielfalt, statt brauner Einfalt”, so Frank Taufenbach, Sprecher der Eschweiler Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Neonazis”. Die Initiative hatte als unabhängige antifaschistische Organisation zum Gründungstreffen eingeladen.

Zunächst werden die übergreifenden Arbeitsgruppen und die jeweiligen Gruppen ihre Ideen genauer planen und Vorarbeiten leisten. Die ersten Ergebnisse werden dann nach Karneval zusammentragen. Am Donnerstag, 23. Februar werden sich alle mitwirkenden Gruppen und Einzelpersonen wieder um 18.30 Uhr im Rathaus treffen. Diesmal im Ratssaal, damit auch alle neu dazu kommenden Unterstützer einen Platz finden. Die Vertreter der regionalen Bündnisse und antifaschistischer Gruppen sind auch wieder herzlich zur Mitwirkung eingeladen.

Wie immer gilt: Nazis haben keinen Zutritt.
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