Bunt, bunter, „Bunter Abend“ in Hehlrath

Von: ran
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„Dat Hätz vun d´r Welt“ das schlägt in Hähle: Der Spielmannszug Hehlrath sorgte beim „Bunten Abend“ im Pfarrheim für beste Stimmung beim närrischen Volk. Foto: Andreas Röchter

Hähle. Hähle Fastelovend, so wie Hähle eben ist: bodenständig, ursprünglich und authentisch. Auf diese Art und Weise präsentiert sich der „Bunte Abend“ der Hehlrather Ortsvereine im Pfarrheim schon seit vielen Jahren. Am Freitagabend hatte die Organisationsmannschaft mit Norbert Neumann, Franz-Josef Schnitzeler, Christoph Kamps und Ralf Linzen einmal mehr das jecke Volk in das Pfarrheim St. Cäcilia eingeladen, um mit ihm einige wahrhaft närrische Stunden zu erleben.

Die St.-Jakobus-Kapelle Warden eröffnete das farbenfrohe Treiben mit dem Evergreen „Heidewitzka, Herr Kapitän“, um kurz darauf die Zuhörer mit „Schau mir in die Augen“ zur Kontaktaufnahme aufzufordern und schließlich „Et Trömmelche“ gehen zu lassen.

Selbstverständlich gab auch die KG Ulk Hehlrath ihre Visitenkarte ab. Kindermariechen Emely Gauer tanzte sich in die Herzen des Publikums, bevor die Juniorentanzgruppe ebenfalls begeisterte. Stefanie Bücher alias „De Breedmuhl van Bersch“ stieg als Eisbrecherin in die Bütt und stellte ihre Verbindung zu Hehlrath unter Beweis, schließlich spielte ihr Vater im Spielmannszug Hehlrath einst den Schellenbaum.

Ein solcher kam Augenblicke später auch zum Einsatz, als die Hehlrather Spielmänner und -frauen musikalisch unterstrichen, dass „Dat Hätz vun d‘r Welt“ in Hähle schlägt. Und dieses Herz pocht nicht nur am richtigen Fleck, es liefert auch Augenweiden en masse: Zunächst präsentierte Tanzmarie Nadia Ouachikh eine schwungvolle Darbietung voller Temperament und Esprit, im Anschluss verteilten die „Mädchere van he“ tänzerisch Blumen aus einem relativ flachen Nachbarland, stiegen aber während der Zugabe hebefigurtechnisch in ungeahnte Höhen.

„Dorfreporter“ Ralf Linzen wurde kurz darauf live aus dem Tagesschau-Studio zugeschaltet, von wo er gastronomische, weltanschauliche und weltpolitische Sensationen zu vermelden hatte, schließlich könnte Hehlrath, und nicht irgendeine Stadt mit ü, in die Nachfolge der womöglich wunderschönen Uckermark treten. Martin S. lässt grüßen. Zu vorgerückter Stunde machten dann „Der Penner von nebenan“ Jonas Winz sowie die Mundartgruppe „De Halunken“ dem Ort im Nordwesten der Indestadt ihre Aufwartung und rundeten einen Abend ab, der kaum bunter hätte sein können.

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