„Bufdi” freut sich über das Vertrauen

Von: Tobias Röber
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Seit dem 1. September leistet
Seit dem 1. September leistet Verena Kurth ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Mobilen Jugendarbeit. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. In ihrer Freizeit schlüpft Verena Kurth gerne in die Rolle der Priorin. Dieses klösterliche Amt hat sie in der Ritterschaft Veytal für sich gefunden. Was sie beruflich machen möchte, weiß sie noch nicht genau.

Aus diesem Grund schnuppert sie seit dem 1. September in die Sozialarbeit hinein. Verena Kurth, 20 Jahre alt, ist die neue Bundesfreiwilligendienstleistende der Mobilen Jugendarbeit. Wir haben sie an ihrer Arbeitsstelle an der Hehlrather Straße besucht.

Wobei Arbeitsstelle nur in Verbindung mit Hehlrather Straße bei Weitem zu kurz gegriffen ist. Es heißt ja nicht umsonst Mobile Jugendarbeit. Die 20-Jährige gehört für ein Jahr zum festen Team. „Ich möchte mir einen Eindruck verschaffen, ob ich Sozialarbeit oder Neuropsychologie studieren will”, sagt sie.

Städtisches Gymnasium

Verena Kurth stammt aus Stolberg, genau genommen aus Mausbach. Mittlerweile wohnt sie in Aachen. Erst kürzlich hat sie ihr Fachabi in Sozialem Gesundheitswesen gemacht. Während ihrer Schulzeit besuchte sie unter anderem auch das Städtische Gymnasium für anderthalb Jahre. „Aus der Zeit habe ich viele Freunde aus Eschweiler, sagt sie und bricht gleich eine Lanze für die Jugend der Indestadt: „Die Eschweiler Jugend ist viel netter, als die meisten auf den ersten Blick denken.” Die Mobile Jugendarbeit war ihr auch ein Begriff. Dass sie nach dem bestandenen Fachabi entweder ein freiwilliges soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst antreten wollte, war für die 20-Jährige klar. Sie entschied sich für die besser bezahlte Variante. Auf das Angebot der Mobilen Jugendarbeit wurde sie über das Internet aufmerksam. Sie bewarb sich und wurde ausgewählt.

In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich nicht nur gerne mit dem Mittelalter, sondern malt und fotografiert gerne. Ihr erstes eigenes Projekt im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes beschäftigt sich mit Fotografie. Der Titel „Eschweilers Jugend in Bildern” sagt bereits, um was es geht. Alle Interessierten Jugendlichen sind eingeladen, an dem Projekt mitzuwirken.

Segeltörn und Seminare

Der Job bei der Mobilen Jugendarbeit bringt vor allem flexible Arbeitszeiten mit sich. Beim Café dienstags (17 bis 21 Uhr) und freitags (18 bis 22 Uhr) ist Verena Kurth ebenso dabei wie etwa beim Segeltörn auf dem Ijsselmeer, der kürzlich stattfand. Für die 20-Jährige war das einer der Höhepunkte bislang. „Davon hatte ich schon immer geträumt”, sagt sie und lächelt. Zudem nimmt sie im Lauf der zwölf Monate an fünf Seminaren teil. Das erste hat sie bereits hinter sich. Themen dieser Seminare sind unter anderem Kommunikation und politische Bildung.

Die Erwartungen, die sie vorab an diese Arbeit hatte, wurden bereits übertroffen, verrät Verena Kurth. „Dass ich in diesem Maße selbstständig arbeiten darf, war bisher nicht immer so”, verrät Verena Kurth. einige Erfahrungen hat sie bereits gesammelt. So war sie unter anderem bei der evangelischen Kirche in Stolberg aktiv. „Mir wird hier viel Vertrauen entgegengebracht”, freut sie sich.

Die Arbeit bei der Mobilen Jugendarbeit ist sehr vielfältig. Und natürlich nicht immer so kreativ und spektakulär wie bei „ihrem” Fotoprojekt. Manchmal geht sie für das Café einkaufen, bringt Wäsche weg oder verteilt Flyer an den Eschweiler Schulen. Und sie organisiert Veranstaltungen mit, von denen die Mobile Jugendarbeit etliche anbietet. „Wir sind sehr froh, dass wir Verena haben”, sagt Nicole Hillemacher von der Mobilen Jugendarbeit. „Sie entlastet uns und ist sehr wichtig für uns.” Nicht nur, weil sie bei der täglichen Arbeit hilft, sondern auch, weil sie „frischen Wind und andere Ideen einbringt”.

Verena Kurth, die sich in ihrer Freizeit von Rap bis Metal in Sachen Musik hören sehr vielseitig zeigt, ist die Nummer zwei in Sachen Bundesfreiwilligendienst der Mobilen Jugendarbeit. Wegzudenken sind die „Bufdis”, wie sie auch schon mal genannt werden, bei der Mobilen Jugendarbeit in Eschweiler kaum noch. Ähnlich wie früher die Zivis, die in der ehemaligen Oase arbeiteten.

Nachfolger gesucht

Schon jetzt kann man sich für Verena Kurths Nachfolge bewerben. Aber bis dahin dauert es noch eine ganze Weile. Verena Kurth ist im kommenden Sommer auch sicher schlauer, ob sie sich beruflich der Sozialarbeit oder der Neuropsychologie widmet.

Das Fotoprojekt beginnt am Montag

Das erste Treffen im Rahmen des von Verena Kurth initiierten Fotoprojekts findet am kommenden Montag, 12. November, statt. Los geht es im Jugendtreff „Check In” um 17 Uhr.

Weitere Informationen gibt es bei der Mobilen Jugendarbeit unter 7487460 und im Internet: http://www.mobija.de

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