Bürgerdialog: Viele gute Vorschläge und konstruktive Kritik

Von: Sonja Essers
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Georg Urbach (links) und Leo Gehlen, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Dürwiß/Neu-Lohn, sammelten viele Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der Ortsteile. Foto: Sonja Essers

Dürwiß/Neu-Lohn. Mit wachsenden Einwohnerzahlen und neuen Bauprojekten beschäftigte sich am Donnerstagabend der SPD-Ortsverein Dürwiß/Neu-Lohn. Viele Interessierte hatten an diesem Abend den Weg in die Gaststätte „Kelche“ gefunden, um gemeinsam mit Leo Gehlen, Vorsitzender des Ortsvereins, über die Entwicklung der Stadtteile zu sprechen.

Der Bürgerdialog diene vor allem dazu, die Anwohner in die Planungen mit einzubeziehen und Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der Ortsteile zu sammeln, erklärte Gehlen zu Beginn.

Georg Urbach, der an solch einem Projekt bereits in Weisweiler als engagierter Bürger mitgearbeitet hatte, übernahm an diesem Abend die Moderation und vermittelte zwischen den interessierten Bürgern und dem Ortsverein.

Bevor die Diskussion jedoch richtig startete, verfolgten die Anwesenden gespannt den Vortrag von Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt. Dieser stellte den Interessierten die anstehenden Projekte im Stadtteil Dürwiß vor. In den kommenden Jahren soll am Ortseingang Dürwiß-Süd nicht nur ein weiterer Discounter eröffnet werden. Aufgrund der hohen Nachfrage ist auch der Bau zehn neuer Einfamilienhäuser südlich des Rodelbergs in Planung. Momentan befinden sich in Dürwiß über 130 Grundstücke, auf denen weiterer Wohnraum geschaffen werden kann.

So beginnt nach den Osterferien der Bau eines neuen Mehrfamilienhauses gegenüber der Gaststätte „Kelche“. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Dürwiß besteht nach wie vor“, erklärt Gödder. „Dies liegt vor allem daran, dass dieser Ortsteil eine gute Versorgungsstruktur besitzt.“

Gemütliches Feierabendbierchen

Neben dem Bau des neuen Übungsraums der Kaafsäck, der durch seine Lage neben dem Freibad für Erwachsene wie Kinder gut zu erreichen ist, stand an diesem Abend auch die Entwicklung des Freizeitzentrums Blaustein-See im Fokus. Dort beginnen im Sommer die Bauarbeiten für eine Gastronomie, die das ganze Jahr für Veranstaltungen, aber auch für das gemütliche Feierabendbierchen genutzt werden soll. Um die Besucher auch in diesem Sommer versorgen zu können, soll ein Kiosk errichtet werden.

Auch für die Hauptschule Dürwiß, die nach den Sommerferien aufgelöst wird, gibt es Pläne. So sollen in dem Gebäude zusätzliche Kindergartengruppen und Grundschulklassen untergebracht werden. Mit dem Projekt „neue-hoefe-duerwiss“ will man künftig rund um den Laurenzberger Sportplatz nicht nur neue Wohnräume für Familien und Senioren schaffen, sondern die Anlage, die auf dem von Gödde präsentierten Entwurf aus kleinen Hofstrukturen besteht, vor allem durch ihre nachhaltige Bauweise attraktiv machen.

Eine Baumaßnahme, die in den kommenden Jahren auf die Anwohner zukommt, ist die Kanal- und Deckenerneuerung der Jülicherstraße (K 33). Diese ist für das Jahr 2015 geplant. Bereits im kommenden Jahr sollen dieselben Baumaßnahmen an der Karl-Arnold-Straße umgesetzt werden.

Instiv beschäftigen

Durch die Ausführungen von Gödde angeregt, brachten die Anwesenden in der Diskussionsrunde viele Vorschläge und übten auch konstruktive Kritik. Gehlen und Urbach sammelten die verschiedenen Anregungen mit denen sich der Ortsverein in den kommenden Wochen intensiv beschäftigen wird.

Die Anwohner kritisierten vor allem die Jülicherstraße, die nicht nur wenig Parkmöglichkeiten biete, sondern vor allem nachts von vielen Autofahrern als „Rennstrecke“ missbraucht werde. Auch der Verlust der Tennisanlage am Freibad und die schlechte Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel wurden von den Teilnehmern diskutiert.

Letzterem will man bereits in diesem Sommer entgegenwirken. So soll in den Sommerferien die Probelinie EW5 vom Hauptbahnhof bis zum Blausteinsee fahren, um Jugendlichen und Senioren den Besuch des beliebten Freizeitzentrums zu ermöglichen. Außerdem gelange man auf diesem Weg ohne lästiges Umsteigen zum Talbahnhof und Bahnhof, wie Gödde erklärte.

Gehlen und Urbach ermutigten die Anwohner, die noch viele weitere Vorschläge machten, auch in Zukunft weiter mitzuarbeiten. „Bitte mischen Sie sich ein und diskutieren Sie kräftig mit. Nur so können Sie etwas verändern“, meinte Urbach. Dass dieser Abend die Anwesenden angeregt hatte, zeigte sich vor allem nach dem offiziellen Teil, den die Interessierten dazu nutzten, gemeinsam mit Gehlen, Gödde und Urbach weiter über die Zukunft ihrer Ortsteile zu diskutieren.

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