Bürger wollen rechten Aufmarsch verhindern

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Dass Eschweiler „keinen Platz für Rassismus” hat, ist für den Bürgermeister und die Vertreter vieler gesellschaftlicher Gruppen kein leerer Spruch, sondern ein Bekenntnis dazu, sich für Verständigung und gegen Neonazi-Aktivitäten zu engagieren. Die Unterstützer des „Bündnisses gegen den Naziaufmarsch” haben jetzt zu einer Veranstaltung ins Eschweiler Rathaus eingeladen.

Stolberg/Eschweiler. Sie wollen einen für Anfang April geplanten Aufmarsch von Neonazis in Stolberg verhindern und halten dafür jetzt schon ihre bunten Transparente und Plakate in der Nachbarstadt hoch: die Eschweiler Unterstützer im „Bündnis gegen den Naziaufmarsch 2011 in Stolberg”. Am 23. März wollen sie ihre Pläne im Eschweiler Rathaus vorstellen.

Seit mehreren Jahren gibt es in Stolberg Demonstrationen von Neonazis, die dazu auch von außerhalb anreisen. Anlass ist der Tod eines Jugendlichen aus Eschweiler, der 2008 bei einem privaten Streit in Stolberg erstochen wurde. Obwohl das Opfer offenbar nicht zur rechten Szene gehörte, wird es von rechtsradikalen Gruppen für ihre Zwecke vereinnahmt.

Eine von vielen gesellschaftlichen Gruppen getragene Bürgerbewegung stellt sich alljährlich diesem Neonazi-Aufmarsch in den Weg. Als Gegenaktionen soll es nun unter anderem Sitzblockaden geben. Die Eschweiler Unterstützer im „Bündnis gegen den Naziaufmarsch” laden zu einer Informationsveranstaltung ein, die am Mittwoch, 23. März, um 18.30 Uhr im Eschweiler Rathaus stattfindet.

Dort will man „über die Hintergründe des jährlichen Naziaufmarsches in Stolberg und die Gegenaktionen informieren”, so Frank Taufenbach, einer der Organisatoren. Taufenbach: „In Ergänzung zu den Aktivitäten des Stolberger Bündnisses soll erreicht werden, dass die Neonazis keinerlei Gelegenheit erhalten, ihren menschenverachtenden Rassismus auf die Straße tragen zu können.” Unterstützt werde das Anliegen von vielen Eschweiler Politikern, Gewerkschaftern und kirchlich engagierten Menschen.

Zu der Veranstaltung am 23. März sind alle Bürger eingeladen, die sich informieren oder das Bündnis unterstützen möchten - ausgenommen (nach Paragraph 6 des Versammlungsgesetzes) Personen oder Gruppen aus neonazistischen und rechtspopulistischen Parteien, sogenannten Kameradschaften sowie solche Personen, die in der Vergangenheit als Störer aufgefallen sind.
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