Eschweiler - Bürger bei Verkehrsregelung in Dürwiß gespalten

Bürger bei Verkehrsregelung in Dürwiß gespalten

Von: pan
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Die Einbahnstraßenregelung an der Heinrich-Heine-Straße endet am 30. April. Danach ist sie wieder in beide Richtungen befahrbar. Foto: Nowicki

Eschweiler. Die Verkehrssituation im Osten von Dürwiß wird noch länger für Diskussionen sorgen. Die Verwaltung schlägt vor, die Einbahnstraßenregelung an der Heinrich-Heine-Straße wieder aufzuheben und ein Verkehrskonzept für Dürwiß erstellen zu lassen. Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss soll darüber am Donnerstag in seiner Sitzung um 17.30 Uhr beraten.

Der Verkehrsversuch, die Heinrich-Heine-Straße in eine Einbahnstraße zu wandeln, führte zu gespaltenen Reaktionen bei Bürgern. Während die Bewohner der Straße 114 Unterschriften sammelten, um den Versuch in eine dauerhafte Regelung zu wandeln, protestierten die Anwohner der Gasthausstraße und reichten ihrerseits eine Unterschriftenliste mit 63 Signaturen ein.

Die Hintergründe dieser unterschiedlichen Haltungen wurden auch bei den Untersuchungen im Rahmen des Verkehrsversuchs deutlich: Während die Heinrich-Heine-Straße deutlich vom Verkehr entlastet wurde, nahm die Zahl der Fahrzeuge auf der Gasthausstraße zu.

„Diese neue Regelung führt zu einer erheblichen Mehrbelastung unserer Straße“, sagte Rudolf Maassen, Anwohner der Gasthausstraße. Die von Verkehrsexperten genannten Zahlen geben ihm Recht. Vom 9. bis zum 13. Februar dieses Jahres fuhren im Schnitt täglich 2316 Fahrzeuge durch die enge Einbahnstraße Richtung Jülicher Straße. Tatsächlich dürfte der Schnitt sogar noch höher sein, denn in den viereinhalb Tagen, an denen die Messstation aufgebaut war, fielen auch ein Samstag und ein Sonntag. An Wochenenden ist das Verkehrsaufkommen erfahrungsgemäß geringer.

Die Verwaltung kommt zu dem Schluss, dass die Verkehrssituation allgemein in Dürwiß „unbefriedigend“ ist. Die SPD hat in der vergangenen Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses angekündigt, dass man ein Gutachten in Auftrag geben wolle, das die Verkehrssituation in ganz Dürwiß betrachten soll. Dieser Antrag wurde nun gestellt: Man wolle keine Insellösung, sondern die Probleme systematisch angehen, heißt es in dem Schreiben.

Die CDU hatte die Debatte im vergangenen Sommer ins Rollen gebracht, als sie eine Einbahnstraßenregelung für die Heinrich-Heine-Straße forderte. In ihrem jüngsten Antrag, der auch am Donnerstag behandelt werden soll, schlagen die Christdemokarten punktuelle Maßnahmen an der Weisweilerstraße vor. Die Straße hat sich zu einer Hauptverkehrsachse in Dürwiß entwickelt – ist aber in den Augen vieler Anwohner nicht als solche ausgelegt. Die Union schlug darum vor, eine Umgehungsstraße südlich von Dürwiß zu planen. Dies wurde von Bürgermeister Rudi Bertram zurückgewiesen, weil man für eine überörtliche Straße als Kommune nicht zuständig sei.

Bis eine endgültige Lösung in Dürwiß gefunden ist, wird also noch viel Wasser die Inde hinabfließen. Der Verkehrsversuch, der am 16. November des vergangenen Jahres begonnen hat, ist bis zum 30. April dieses Jahres befristet. Eine Verlängerung der Einbahnstraßenregelung für die Heinrich-Heine-Straße wird es nach Informationen unserer Zeitung vorerst nicht geben.

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