Eschweiler - Brustaktionstag: Wichtige Hilfen für Krebskranke

Brustaktionstag: Wichtige Hilfen für Krebskranke

Von: af
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Organisierten den Brustaktionstag im Hospital: Beate Sellinger, Anastasia Fleuster, Birgit Meiser und Gabriele Küpper (v. l.). Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. Beim Brustaktionstag des Euregio-Brust-Zentrums (EBZ) im St.-Antonius-Hospitalwurde am Dienstag ein vielfältiges Programm geboten. Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, konnten sich an diesem Tag bei medizinischen Vorträgen, einem Forum, einer Modenschau und diversen Ständen mit Bademoden, Frisuren und Kopfbedeckungen informieren.

Nach der Eröffnung, zu der Gabriele Küpper, Peter Staib und Alexander Bach sprachen, hielt Anastasia Fleuster, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie, ihren Vortrag über antihormonelle Therapie bei Brustkrebs. Diese Therapie ist neben der Operation und der Chemotherapie eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Behandlung von Brustkrebs.

Darin soll die Bildung oder Wirkung von weiblichen Hormonen, also den Östrogenen, verhindert werden, da diese für Tumore wachstumsfördernd sind. Fleuster klärte über aktuelle Behandlungsstandards und Nebenwirkungen auf.

Transparenz der Abläufe

Organisiert wurde der Brustaktionstag von Birgit Meiser, Fachbegleiterin für Brusterkrankte und Koordinatorin des EBZ, sowie von Beate Sellinger, ebenfalls Fachbegleiterin für Brusterkrankte. Sie begleiten Patientinnen in allen Phasen der Krankheit und der Behandlung. Sie sorgen nicht nur mit Gesprächen für Transparenz bei den medizinischen Abläufen, sondern sind den Frauen auch emotional eine große Stütze.

Die Bildung von Lymphödemen nach einer Brust-Operation griff ein weiterer Vortrag auf. Ein Lymphödem ist eine Art Schwellung, die sich bildet, wenn sich eiweißhaltige Lymphflüssigkeit im Gewebe staut. Bei Krebspatienten treten sie häufig in Folge von Bestrahlung oder Lymphknotenentfernung auf.

In dem Vortrag, der von Andrea Speck, Physiotherapeutin am St.-Antonius-Hospital, und Tanja Kaulen, Orthopädietechnikern, gehalten wurde, erfuhren die Patientinnen alles über vorbeugende Maßnahmen und über die Behandlung.

In der halbstündigen Pause konnten die Patientinnen sich nicht nur mit Kaffee und Kuchen stärken, sondern auch die Ausstellung betrachten. Verschiedene Sanitätshäuser stellten neben Frisuren und Kopfbedeckungen auch Bademoden und Dessous aus. Zudem konnten sich Frauen sich über Permanent-Make-up und Brustrekonstruktionspigmentierung informieren.

Gabriele Küpper, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, war mit der Resonanz zum Brustaktionstag sehr zufrieden. Die Vorträge waren sehr gut besucht, Stühle im Publikum blieben nicht leer.

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