Brustaktionstag: Kein Sport? Ein Umdenken muss her!

Von: mut
Letzte Aktualisierung:
Kleine Übungen reichen bereit
Kleine Übungen reichen bereits aus, den Körper fit zu halten. Körperspannung ist wichtig, um das eigene Körperbewusstsein zu erfahren. Mitmachübungen beim Brustaktionstag unter der Leitung von Mirijam Buhr animierten viele betroffene Frauen, aktiv zu werden. Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler. Eine Veranstaltung „von Frauen für Frauen” sollte dieser Nachmittag sein. Zahlreiche Frauen und auch einige Männer trafen sich bei dieser informativen, kreativen und innovativen Veranstaltung im St.-Antonius-Hospital.

Eine umfangreiche Begrüßung, vorgenommen vom ärztlichen Fachpersonal um Dr. Gabriele Küpper aus der Gynäkologie, Dr. Anastasia Fleuster als Netzwerkkoordinatorin des Euregio-Brust-Zentrums und Oberärztin, Dr. Peter Staib, Chefarzt der Onkologie, und Dr. Alexander Bach, Chefarzt der Plastischen Chirurgie, veranschaulichte bereits das Thema Brustkrebs und machte den Betroffenen zugleich Hoffnung.

Die gänzlich körperliche Schonung bei Krankheiten jeglicher Art sei ein vielen Köpfen weit verbreitet. Doch gerade bei krebserkrankten Menschen müsse ein Umdenken stattfinden, denn Sport und somit Bewegung sei förderlich und somit gesund, so die Experten. Natürlich müsse die Art von Sport, das Ausmaß und somit die Belastungsgrenze individuell für jeden Patienten ermittelt und ärztlich genehmigt sein, so Mirijam Buhr, Diplom- Sportwissenschaftlerin des Vereins Präventions- und Gesundheitstraining Aachen.

Bewusste Bewegung und Sport seien in allen Phasen der Erkrankung förderlich und helfen, die Wiedererkrankung um bis zu 40 Prozent zu senken. Sport müsse also Teil der Therapie eines jeden an Krebs erkrankten Menschen sein, da stimmen Buhr und Anne Piepel-Taeger, Sportlehrerin und Sporttherapeutin des Zentrums für Gesundheit und Sport Eschweiler, zahlreichen sportwissenschaftlichen Studien zu.

In allen Phasen der Erkrankung wirke sich Sport und Bewegung positiv auf den Heilungsprozess und auf die psychische Verfassung des Patienten aus.

Ob diese Bewegungseinheiten in Form von Krafttraining im Studio, beim Walking im Wald, in einer Fitnessgruppe im Verein, beim Schwimmen oder einfach zu Hause absolviert werden, müsse individuell entschieden werden. Schon kleine Übungen reichen aus, den Körper fit zu halten und somit den Heilungsprozess zu fördern, sagen die Experten. Wichtig sei es vor allem, die Belastungsintensität, die einem gut tut, zu finden und diese nicht zu überschreiten, so Buhr.

Rehabilitationsangebote für Patienten ermöglichen diesem einen ersten Einblick und sollen die Suche auf der richtigen Bewegungstherapie über die Rehabilitationsphase hinaus erleichtern. „Ohne Bewegung rosten wir ein und sorgen dafür, dass viele Körperorgane nicht mehr in gewünschtem Maße arbeiten”, sagte Piepel-Taeger. Deshalb sei Sport auch nach einer Erkrankung wichtig und solle bewusst und auch regelmäßig ausgeführt werden.

Hierfür stellten zahlreiche Aussteller an diesem Brustaktionstag Gegenstände aus, die das Leben einer betroffenen Frau enorm erleichtern. Neben Echthaarperücken und weiteren trendigen Kopfbedeckungen gab es Dessous und Bademoden anzuschauen. „Von Frauen für Frauen” hieß es dann auch bei den Modeschauen. An Brustkrebs erkrankte Models stellten Dessous und Bademoden verschiedener Marken vor und sorgten bei den Zuschauern für großes Gefallen.

Das Leben nicht aufgeben und die hilfreichen Mittel für diese undankbare und schwere Lebensphase annehmen - mit diesem Resümee verließen sicherlich einige Damen an diesem Nachmittag den Brustaktionstag im St.-Antonius-Hospital.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert