Brücken schlagen: Junge Musiker aus China zu Besuch

Von: ran
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Die 59 jungen Musiker des Symphonischen Blasorchesters der Daqing Schule No. 1 präsentierten auf der Bühne der Schulaula des Städtischen Gymnasiums eine absolut gelungene Symbiose chinesischer und europäischer Werke. Foto: Andreas Röchter
Musiker
Brachte das Publikum zum Staunen: Ein Nachwuchsmusiker des Symphonischen Blasorchesters der Daqing Schule No. 1 ließ die Sonate in F-Dur von Benedetto Marcello als Tuba-Solo erklingen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es war eine wunderbare Symbiose aus chinesischen und europäischen Klängen: 59 junge Musiker des Symphonischen Blasorchesters des gymnasialen Zweigs der Daqing No. 1 Middle School machten während ihrer Europatournee, die die elf- bis 16-jährigen Schüler in den kommenden Tagen unter anderem nach Brüssel und Amsterdam führen wird, Station in der Indestadt, um auf der Bühne der Schulaula des Städtischen Gymnasiums unter der Überschrift „Brücke der Freundschaft“ Kostproben ihres Könnens hören zu lassen.

Präsentiert wurde das Konzert von den Verantwortlichen des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ (GPB), die seit drei Jahren im Rahmen des Projekts „Kommunalpolitischer Austausch mit China“ enge Kontakte in das Reich der Mitte pflegen und in diesem Zeitraum 25 chinesische Delegationen empfingen, die sich während ihrer Besuche in der Städteregion Aachen vor allem der Schulpolitik widmeten.

Nicht zuletzt aufgrund der diesen Delegationen entgegengebrachten Gastfreundschaft wurde dieses Konzert der Schüler aus der Provinz Heilóngjiang im Nordosten der Volksrepublik China möglich. „Die Beziehungen zwischen China und Deutschland werden nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in kultureller Hinsicht immer enger“, erklärte Winfried Grunewald, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, zur Begrüßung der Konzertgäste am Freitagabend. Der GPB-Vorsitzende Peter Schöner unterstrich, ihm sei es eine Ehre, ein Konzert dieses Symphonischen Blasorchesters präsentieren zu dürfen: „Gerade wegen der im Vergleich zu Europa unterschiedlichen Denkweise der Chinesen in Sachen Kultur ist es lohnens- und empfehlenswert, sich über China zu informieren. Ich habe während der Zusammenkünfte mit den Delegationen in den zurückliegenden drei Jahren jedenfalls viel gelernt.“

Schulleiter Zhang äußerte vor Beginn des Konzerts die Hoffnung, dass Jugendliche aus beiden Ländern in Zukunft mit Offenheit auf die Kulturen des jeweils Anderen blicken werden und ihre Fähigkeiten nutzen, um die Welt zu verbessern.

Kurz darauf ließen die hochtalentierten Schüler die Musik sprechen: Die Mitglieder des Orchesters, das 1996 gegründet wurde, auf Konzertreisen nach Europa, in die USA und nach Neuseeland zurückblicken kann und als erstes Schulorchester im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auftrat, brillierten im Gesamtverbund, als sie die Hymne „Auf dem hoffnungsvollen Feld“, das in China beliebte Kinderlied „Lass uns rudern“ oder die „Ode auf das Vaterland“ des Komponisten Wang Xing intonierten.

Glänzend gelang es den Jugendlichen, die Verbindung zwischen chinesischen und europäischen Werken herzustellen: Ein Euphonium-Trio ließ die „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauß (Sohn) erklingen. Ein Saxophon-Quartett nahm sich des „Czardas“ von Vittorio Monti an und bezauberte mit Temperament.

Begeistert reagierte das Publikum auf das Tuba-Solo eines Schülers, der die Sonate in F-Dur von Benedetto Marcello interpretierte. Und auch das Posaunen-Sextett des Symphonischen Blasorchesters forderte mit „Brilliant Trombone“ den Applaus der Zuhörer heraus. Mit „Jasmin“ und „Pferdchen, Pferdchen, laufe schnell“ setzten die jungen Musiker aus dem Reich der Mitte aber auch immer wieder grandiose Kontrapunkte und Farbtupfer aus der reichen Klangwelt ihrer Heimat.

Ein außergewöhnliches Konzert, das definitiv noch einige Zuhörer mehr verdient gehabt hätte.

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