Bröselnder Asphalt verschwindet erst 2017

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
10718596.jpg
Es bröckelt die Fahrbahndecke der Jülicher Straße. Allerdings ist auch der Kanal marode. Beide sollen im Jahr 2017 saniert werden – ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Städteregion. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler-Dürwiß. Die Sanierung der Jülicher Straße in Dürwiß rückt näher: So planen die Stadt Eschweiler und die Städteregion Aachen, die Fahrbahn und den Kanal zu sanieren. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Heinrich-Heine-Straße und der Lohner Straße.

Für die Planungsleistungen wurden vom Haupt- und Finanzausschuss in Auftrag gegeben. Ein Aachener Planungsbüro soll den genauen Ablauf, die Ausgestaltung und Dauer der Arbeiten ermitteln. Allerdings dürfte es mit dem Baustart noch etwas dauern: Der Technische Beigeordnete Hermann Gödde rechnet damit, dass erst im Jahr 2017 die Bagger anrollen.

Für die Jülicher Straße besteht akuter Handlungsbedarf. Im Ausbau- und Instandsetzungsprogramm der Städteregion des vergangenen Jahres werden alle Kreisstraßen und deren Bauwerke wie Brücken beurteilt. Die Jülicher Straße schneidet in bestimmten Abschnitten sehr schlecht ab. So bewerteten die Experten den Zustand mit Schulnoten und versahen den Abschnitt mit der Beurteilung 4,7.

Zwischen der Städteregion und der Stadt Eschweiler wurde im vergangenen Jahr eine entsprechende Vereinbarung ausgehandelt und unterzeichnet. Demnach rechnet die Städteregion mit Kosten in Höhe von 815 000 Euro für die Sanierung des 1,224 Kilometer langen Abschnitts. 40 Prozent davon soll das Land zusteuern. Ein entsprechender Antrag wurde inzwischen gestellt.

Die Anwohner der Jülicher Straße müssen mir einigen Kosten rechnen. Der Anteil der Stadt an Parkstreifen, Geh- und Radwegen beträgt zwar etwas über einer Million Euro. Allerdings muss die Stadtkasse lediglich 350.000 Euro aufbringen, denn den Großteil zahlen die Anlieger. Zudem fließen Fördermittel. Allerdings will die Verwaltung die Betroffenen vorher ausführlich informieren. Dies soll in den nächsten Monaten passieren, wenn die konkrete Planung auf dem Tisch liegt.

Dass die Kanäle der Jülicher Straße erneuert werden müssen, ist schon seit längerem bekannt. Im Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt ist die Sanierung der Leitungen für das Jahr 2017 vorgesehen. Dass die Kanäle dann ausgetauscht werden, wenn auch die Fahrbahn neu gestaltet wird, ist seit Jahren in Eschweiler gängige Praxis. Die Stadt will die Kosten damit für sich reduzieren.

Für den Kanal- und Straßenbau der Jülicher Straße zeichnen die WBE (Wirtschaftsbetriebe Eschweiler GmbH) für die Kanalisation, die Städteregion Aachen als Straßenbaulastträger verantwortlich für die Fahrbahn und Radwege und die Stadt Eschweiler für die Gehwege, Parkstände, Beleuchtung und Grünanlagen verantwortlich. „Wir müssen auch die verschiedenen Versorgungsträger im Vorfeld mit ins Boot holen und die eventuell erforderlichen Leitungserneuerungen in den Planungsprozess einbinden“, sagt Gödde.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich der Planungs- und Meinungsbildungsprozess einschließlich der Beteiligung der Öffentlichkeit und der politischen Gremien bis weit in das Jahr 2016 erstreckt. Für diesen Prozess bestehen klare Vorgaben, um die Förderung nach dem Gemeindefinanzierungs- und Entflechtungsgesetz nicht zu gefährden. „Mit dem Beginn der Bauarbeiten, ein positiver Förderbescheid vorausgesetzt, ist daher erst im Jahr 2017 zu rechnen“, betont Gödde.

10209 Fahrzeuge täglich

Durch Dürwiß fahren nach jüngsten Verkehrszählungen etwa 10.209 Fahrzeuge pro Tag. Vor allem innerhalb des Ortes müssen Radfahrer gefährliche Situationen überstehen. Um das städteregionale Radwegenetz weiter zu schließen, wird der Umbau vorangetrieben. Auch der Abschnitt zwischen Ortsausgang und der Autobahnbrücke Jülicher Straße wird mittelfristig zur Baustelle: Dort ist die Fahrbahn inzwischen marode. Allerdings besteht ein ausreichender Radweg auf beiden Fahrbahnseiten. Inwieweit sich das auch innerhalb von Dürwiß umsetzen lässt, muss jetzt das Aachener Planungsbüro ermitteln. Noch in diesem Jahr sollen Details im Rathaus vorgestellt werden. Der Ausbau ist auch Thema des nächsten Planungsausschusses.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert