Britische Newcomer-Combo „Albany Down“ liefert Rock im Rio

Von: psi
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Sänger Paul Muir (links) und Bassist Billy Dedman von Albany Down gaben ihr Bestes auf der Bühne des Rio. Foto: Santosi

Eschweiler. Ein Samstagabend in der Eschweiler Schnellengasse kann für eine Band schon mal eine Herausforderung sein, was die Publikumsdichte angeht. Die britische Newcomer-Combo „Albany Down“ durfte dies am vergangenen Wochenenende selbst erleben.

Trotz guter Alternativ- und Rockmusik verliefen sich leider nur ein paar Begeisterte ins Rio, in dem Sänger Paul Muir, Gitarrist Paul Turley, Schlagzeugerin Donna Peters und Bassist Billy Dedman beste Unterhaltung boten.

Vor allem Sänger Paul Muir bot einen prima Gesangspart. Gleich ob Ballade, langsamer Popsong oder schwer schleppender Blues nach traditionellem Muster. Der Junge hat zwar seine Vorbilder studiert, liefert aber dennoch jederzeit eine optisch und akustisch eigenständige Leistung.

Wohltuend, dass er dabei immer den Blick für seine Mitspieler hatte und seine Band nicht nur als Show-Vehikel benutzte. Gleiches gilt auch für Paul Turley, der seine verschiedenen Gitarren immer geschmackvoll und ohne allzu große Effekthascherei einsetzte. Billy Dedman am fünfsaitigen Fender-Bass präsentierte gemeinsam mit Schlagzeugerin Donna Peters grundsolide Rhythmen und markige Akzente.

Für diejenigen, die es gerne kategorisiert haben möchten: Albany Down ist vielleicht nicht die klassische Bluesrock-Band nach gängigem Muster. Die vier Briten schaffen stets auch Momente, die eher in den Bereich des Alternativ- oder Indie-Pop gehören.

Wie schon erwähnt, für eine Band ist es nicht einfach, vor ausgedünntem Auditorium zu spielen. Wenn es messbare Reaktionen aus dem Publikum gibt, überträgt sich das auch auf Spielweise und die Gesamtstimmung.

Da gehört der Auftritt im Rio sicher zu denjenigen Tour-Erfahrungen, die man am besten mit „Sich eine dicke Haut antrainieren“ subsummiert. Auch da muss eine Band durch, die auf dem Weg nach oben ist. Man darf allerdings auch den Fans ein Lob zollen, die sich beste Mühe gaben und mit viel Applaus und Unterstützung zumindest etwas Stimmung in den Saal mischten.

Wo Albany Down ihre Wurzeln sahen, bewiesen sie übrigens mit der ersten ihrer beiden Zugaben. „RocknRoll“ von Led Zeppelin gehört zu den Rock-Standards, die einem von einer Sekunde auf die andere immer ein Zucken ins Tanzbein und ein wissendes Lächeln ins Gesicht zaubern. Fazit: eine gute Band vor einem dankbaren wenn auch übersichtlichen Publikum.

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