Brings beim Eschweiler Music Festival dabei

Von: Rudolf Müller
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Brings auf der Bühne: Ein Feuerwerk der guten Laune ist garantiert, wenn die Kölschrocker mit und ohne Schottenrock in die Saiten greifen und die Fans wie stets mit begeisternden Liveversionen ihrer zahlreichen Hits verwöhnen. Foto: Rudolf Müller
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Fühlen sich in Eschweiler fast wie zuhause: Stephan und Peter Brings, hier vor wenigen Monaten im Interview mit Max Krieger im Haus Kambach. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Die Riesenüberraschung ist es sicher nicht. Aber eine erstklassige Wahl auf jeden Fall: Zum 25. Eschweiler Music Festival, das im August die Altstadt rocken wird, stehen alte Bekannte – Pardon: alte Freunde auf der Marktbühne.

Eine Band, die gerade ebenfalls 25 Jahre jung wurde und dies im Juni mit rund 50.000 Fans im Kölner Rhein-Energiestadion feiert. Wenig später sind die Kölschrocker, die viel mehr zu bieten haben als den Ohrwurm „Superjeile Zick“, in Eschweiler. Wieder einmal. Und wieder einmal wird der EMF-Sonntagnachmittag zu einer Megaparty werden, die mit starker Rockmusik und starken Texten alles andere als oberflächliche Unterhaltung bietet.

„Ich kenne die Band seit vielen Jahren“, sagt EMF-Organisator Max Krieger. Bestünde da nicht ein konstant sehr gutes Verhältnis, wäre es nur noch schwer möglich, die Truppe, die längst Stadien füllt, problemlos nach Eschweiler zu holen. „Eigentlich haben die im Jubiläumsjahr etwas anderes im Kopf als Eschweiler“, sagt Max Krieger. Aber auf Peter Brings & Co. ist eben Verlass.

Vielfältige Kontakte

Hier in Eschweiler wie auch im benachbarten Stolberg sind Peter Brings und seine Mannen auch schon spontan und ohne Gage aufgetreten: bei Veranstaltungen gegen Rechts. So beim „Kulturenfest“ auf dem Talbahnhofvorplatz, wo die komplette Band auf der Ladefläche eines Lkw eine gute halbe Stunden lang in die Saiten griff und damit auch Bürgermeister Rudi Bertram schwer beeindruckte. „Das sind tolle, bodenständig gebliebene Jungs“, stellte Bertram beim spontanen Bierchen mit der Gruppe fest.

Beim EMF waren Peter und Stephan Brings, Harry Alfter, Christian Blüm und Kai Engel zuletzt 2011 – zu ihrem 20-jährigen Bestehen. Und auch damals gab die Band vier Wochen später ein Konzert im ausverkauften Rhein-Energiestadion. Zu Besuch in Eschweiler war die Band, die vor Jahren in unserem Stadtsong-Wettbewerb anlässlich des 150-jährigen Bestehens Eschweilers als Stadt die Jury bildete, zuletzt (Karnevals-Kurzauftritte außen vor gelassen) im August vergangenen Jahres: zum munteren VIP-Talk in Haus Kambach. Jetzt freuen sich die Rock- und Partyfans auf den 21. August: „EMF und Brings – hier kommt zusammen, was zusammengehört“, unterstreicht Krieger.

Traditionell war es Axel Kahl vom Hauptsponsor EWV, der den ersten Headliner des EMF bekanntgeben durfte. Und das verband er am Mittwoch beim Gespräch in Rudi Bertrams Bürgermeisterbüro gleich mit einem Versprechen: „Das EMF macht auch uns immer riesig Spaß. Es ist toll, zu sehen, wie viele Leute sich dafür einsetzen, wie die Verwaltung sich einbringt, mit welchem Engagement da gearbeitet wird – und wie das EMF weit über Eschweiler hinaus nach ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in den Beneluxraum ausstrahlt. Und so lange das so bleibt, sind auch wir weiter mit dabei!“

Lasershow zum Jubiläum

Dem EWV und weiteren Sponsoren ist es zu verdanken, dass das EMF seit Jahrzehnten „umsonst und draußen“ über die Bühne geht. Und das mit internationalen Stars. Wer die beiden anderen Headliner (für Freitag und Samstag) sein werden, das steht noch nicht fest. Max Krieger will zum Jubiläum etwas Besonderes bieten. Die im Frühjahr abgeschlossene Umgestaltung des Marktplatzes hilft ihm dabei: Die Bühne wird über der neuen Freitreppe errichtet und wird dort deutlich größer als dies bei der bisherigen Platzierung an der Marktstraße möglich war.

Auch wenn nun einige Biertischgarnituren auf dem Kirchenplateau wegfallen, so bietet der Marktplatz dann aber insgesamt deutlich mehr Zuschauern Platz. Und Krieger überlegt derzeit, statt der bislang üblichen Bühnenbauten eine Rundbogenbühne mit Klarsichtdach zu verwenden. Das würde die Peter-Paul-Kirche, die ohnehin eindrucksvoll illuminiert werden soll, noch besser in Szene setzen.

„Dass das EMF erst Ende August stattfindet, hat den Vorteil, dass dann die Dämmerung schon gegen 20 Uhr einsetzt und die Lichteffekte besser zur Geltung kommen und eine ganz besondere Atmosphäre schaffen“, sagt Krieger. „Ab 22 Uhr, zum Start der traditionellen Kneipenrallye, ist dann Voll-Licht angesagt. Dann soll den Zuschauern nach den bisherigen Planungen eine aufwändige Licht-, Laser- und Filmprojekten geboten werden, die den Kirchenbau, vor allem das großflächige Dach, als Projektionsfläche einbezieht. Eine Münchener Fachfirma ist mit der Licht-Planung beauftragt.

„Alles, was ich plane, wird eng mit dem Bau- und Ordnungsamt, der Feuerwehr und natürlich auch der Kirche abgestimmt“, unterstreicht Krieger. Mit dem neuen Pfarrer von St. Peter und Paul, Michael Datené, hat er längst Kontakt aufgenommen. Immerhin plant Krieger ja auch wie stets eine EMF-Gospelmesse – auf der neuen Bühne. „Ich sehe da eine sehr positive Zusammenarbeit“, sagt der Kulturmanager.

Die verbindet ihn seit 25 Jahren auch mit Stadt, Feuerwehr und anderen Institutionen: Das ist auch der Grund, weshalb das Eschweiler Music Festival über zweieinhalb Jahrzehnte unfallfrei vonstatten geht. „Der Marktplatz ist eine Top-Location und wird mit der Umgestaltung noch attraktiver“, sagt Max Krieger. Und: „Wir haben uns stets der Herausforderung gestellt, für eine optimale Organisation und optimale Sicherheit zu sorgen.“ Und das gelingt immer wieder.

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