Brillanter Auftakt für den zweiten Euregio-Classic-Cup

Von: pes
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Man fährt offen: So ein historisches Cabrio lenkt die Blicke auf sich: Bei der Classic-Tour gab´s davon viele zu sehen. Foto: Peter Schöner

Eschweiler. Als Auftaktveranstaltung zum zweiten Euregio-Classic-Cup startete in der Uferstraße die 8. Eschweiler Classic-Tour 2009 für Oldtimer-Fahrzeuge. Sieben Motorsport-Clubs unserer Region haben es sich dabei zum Ziel gesetzt, Automobilgeschichte wach zu halten und präsentieren mit ihren Rundfahrten durch die Euregio die Marken- und Modellvielfalt der Vor- und Nachkriegsjahre bis zum Herstellungsjahr 1980.

Mit 107 gemeldeten Fahrzeugen zur diesjährigen Rundfahrt wurde das Vorjahresergebnis sogar noch übertroffen. Schon vor 9 Uhr reihten sich die sehenswerten Liebhaberstücke in der Uferstraße auf, um sich kurz nach dem Start der ersten kleinen Zeitprüfung zu stellen.

Für Herbert Goebels aus Aachen ergaben sich hierbei schon einige Schreckminuten, denn an seinem Austin Healey Mk 3000 aus dem Jahre 1967 streikte das Thermostat für die Wasserkühlung und wurde kurzerhand sowie von ihm höchstpersönlich am Straßenrand repariert.

Reinhard Schreck vom ausrichtenden Automobilclub Eschweiler als Sprecher versorgte indessen die vielen Zuschauer mit interessanten Informationen über Hubraum, PS-Zahlen, Eigenheiten in der Bauserie und vor allem Altersangaben der startenden Fahrzeuge. Die Akribie der Oldtimer-Besitzer geht mancherorts soweit wie bei Klaus-Dieter Jansen aus Stolberg, der von seinem Triumph TR 2 sogar weiß, dass er am 26. Mai 1955 nachmittags in der Fabrik in Coventry/England gefertigt wurde.

Die vielen Zuschauer, die schon zu früher Einkaufsstunde in der City unterwegs waren, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Manche von ihnen hatten zuletzt in ihren Kinderzeiten der 50er und 60er Jahre solch schöne Karossen auf den Straßen gesehen. Nun fuhren sie, formschön und blitzeblank, im Minutentakt an ihnen vorbei oder hielten bei diversen Stempelkontrollen in der Eschweiler Fußgängerzone für Augenblicke an.

Vor allem die ältesten Fahrzeuge entlockten den Bewohnern des Seniorenzentrums, die sich an der Englerthstraße/Ecke Grabenstraße „häuslich eingerichtet” hatten, Äußerungen des Staunens und Erinnerns. Ob es der alte „Opel Admiral” aus dem Jahre 1938, der große „Wanderer W23” von 1939 oder das stattliche „BMW 327 Cabrio” des Kriegsjahres 1941 war, alle Autos wurde mit Applaus auf die weitere Reise geschickt.

Fahrtleiter Dieter Heinen, der für die 175 km lange Route verantwortlich war, entließ die Teilnehmer dann aus der Eschweiler Fußgängerzone heraus zunächst über Röhe in Richtung Merzbrück auf eine landschaftlich reizvolle Tour durch die Aachener Soers in das limburgische Mergelland mit diversen Teilprüfungen unterwegs. Von den Niederlanden führte die Route kurz hinein in die belgische Grenzregion, um schließlich ab Aachen-Sief noch die Eifel anzusteuern. Mit dem Blick auf das Alter und die Technik der Blech-Veteranen legte Heinen die Schwerpunkte der 15 Prüfungen auf die Präzision in der Ausführung von Aufgaben und das Teamwork von Fahrer und Beifahrer.

Wer jetzt glaubt, der mittags einsetzende Regen hätte den Teilnehmern den Spaß an dieser Rallye gründlich vermiest, der irrt. Bei der abendlichen Zusammenkunft im Cafe Uferlos, wo nach intensivem Small-Talk ein gemeinsames Essen und die Siegerehrung noch auf dem Programm standen, sah man nur zufriedene Gesichter. Die vielfältigen Belobigungen der lückenlosen Planung und die ausgesprochene Anerkennung der perfekten Logistik dieser Classic-Tour machten natürlich auch die Verantwortlichen des Eschweiler Automobilclubs stolz. 1. Vorsitzender Arnold Packbier: „Wir sind trotz Regen sehr zufrieden mit dem Tag, weil wir seitens der Teilnehmer nur positive Resonanzen erfahren. Es gab weder Unfälle noch erwähnenswerte Ausfälle und die momentane Stimmung vor der Siegerehrung ist bestens.” Als Gesamtsieger zeichneten die Organisatoren Oliver Bachmann und Silke Roder aus Aachen aus, die in ihrem BMW 700 Cabrio mit der geringsten Fehlerpunktzahl von 6,0 Punkten auch den Titel in der Klasse F1 erringen konnten. Die Vorjahres-Gesamtsieger Dieter Grunenberg und Inge Göbbels aus Eschweiler gewannen zwar ihre Klasse G1, mussten sich aber mit 7,0 Fehlerpunkten um den Gesamtsieg knapp geschlagen geben.
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