Boule: Keineswegs nur eine Kugel

Von: lbe
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Sie trotzten der Kälte: Die Boulespieler der Naturfreunde eröffneten die Saison. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Das Wort „Boule“ stammt aus dem Französischen und bedeutet im Grunde nichts anderes als Kugel. Hier bei uns und vor allem in Eschweiler verbinden die Fans des Sports mit dem Namen das auf einem Platz ausgetragene Freizeit-Kugel-Spiel, welches wiederum in Frankreich als Pétanque bezeichnet wird.

Wie genau und wo die Bedeutung nun herkommt, war am Tag der Saisoneröffnung aber gar nicht wichtig. Wichtig war nur, dass alle Spieler trotz Eiseskälte den richtigen Schwung fanden und sich am Ende gegen die anderen Teams durchsetzen konnten.

Die Naturfreunde Eschweiler eröffneten die Boule-Saison traditionell mit einem Dublett (Spiel zu zweit) an der Grillhütte in Dürwiß. Auf den ersten Blick wirkte die muntere Truppe von etwa 40 Spielern allerdings eher wie eine Ski-Reisegruppe. Dick eingepackt in Fleece-Pullover, Mützen, Schals, Westen und Kappen schützten sie sich vor der Kälte. Lediglich die wärmende Grillhütte, Glühwein und Kakao konnten Abhilfe schaffen.

„Durch das schlechte Wetter sind auch weniger Spieler gekommen“, vermutet Angelika Köhler. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans ist sie die Verantwortliche und Ausrichterin des Turniers. „In den letzten Jahren kamen auch Spieler aus den Niederlanden, aber heute ist kein einziger dabei“, bedauert sie. Im letzten Jahr spielten noch 94 Spieler um den Titel – mehr als doppelt so viele. „Dafür kommen die Spieler aus Düsseldorf, Würselen, Köln, Bonn, Leverkusen und Eschweiler“, sagt sie freudig.

Uwe Zipter reiste beispielsweise extra aus Leverkusen an. Er spielte im Team mit Helga Wieling aus Düren. Wielings Sohn ist Boule-Nationalspieler Kai Wieling, der sich auch das Boule-Turnier in Dürwiß nicht entgehen lässt.

Seit 1994 richten die Naturfreunde das Boule-Turnier aus – immer an der Grillhütte. An diesem Tag starteten sie um 10.30 Uhr und spielten bis in den frühen Abend hinein. „Das erste Spiel hat bestimmt rund 80 Minuten gedauert“, sagt Helga Wieling, die sich just im Moment in der Hütte aufwärmt und auf die ersten Halbfinal-Spiele wartet. Sie und Uwe Zipter haben sich qualifiziert und sind gewillt, den Sieg zu holen.

In den letzten Runden und bei nicht einmal drei Grad haben sie es dann tatsächlich geschafft. Helga Wieling (Boule d’Or Krauthausen) und Uwe Zipter (PCC Cologne) haben das Eröffnungsturnier gewonnen. Ihnen folgen auf Platz zwei Hans Köhler und Dieter Zimmermann der Naturfreunde Eschweiler und Jürgen Niesche (Boule d’Or Krauthausen) und Kai Wieling (Bouleclub Bonn) belegen den dritten Platz. Mit roten Nasen und Händen verlassen die Boule-Freunde am Ende des ereignisreichen Tages den Boule-Platz und freuen sich schon auf das nächste Turnier.

Die offene Stadtmeisterschaft findet am 29. September statt. Vielleicht ist bis dahin ja der Sommer zurückgekehrt.

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