„Born to be vorn“: Drachenbootrennen auf dem Blausteinsee

Von: ran
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Nach dreimal 200 Metern im wahrsten Sinne des Wortes „geschafft“: einige Teilnehmer des 2. Blausteinsee-Drachenboot-Cups im Ziel. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Dürwiß. 200 Meter können ganz schön lang sein! Dies mussten (durften) am Sonntag die Teilnehmer des von den Wassersportfreunden Aachen veranstalteten 2. Blausteinsee-Drachenboot-Cups am eigenen Leib erfahren. Und dies gleich dreimal. Denn so oft gingen die aus 16 bis 20 Personen bestehenden neun Mannschaften auf die eben 200 Meter lange Strecke.

Nach dem Startsignal, hieß es dann: Paddeln, was das Zeug hält, das Boot auf Linie halten und auf gar keinen Fall kentern. Diese Aufgaben bewältigten die Teams, darunter unter anderem klangvolle Namen wie die „Wassersport Amazonen“, „Bis zum bitteren Ende“, „Siegfried“, „Vedanische Drachenkapitäne“ oder „Die Blausteinseeg(l)er“ hervorragend.

Am Ende der von Christian vom Hofe moderierten Regatta wurden schließlich die Zeiten der drei Rennen jeder Mannschaft addiert. Das Ergebnis war eine Entscheidung um Sekundenbruchteile: Sieger des 2. Blausteinsee-Drachenboot-Cups wurde das „Team Pomm‘Pös“, das die insgesamt 600 Meter in 3:25,07 Minuten paddelnd zurücklegte. Auf den Plätzen folgte „Bis zum bitteren Ende“ (3:25,45 Minuten) vor der Mannschaft „Die Blausteinseeg(l)er“ (3:27,24 Minuten), deren Mannschaft sich aus dem Umfeld einer indestädtischen Fahrschule zusammensetzte.

„Drachenbootrennen gehören inzwischen zu den beliebtesten Fun-Teamsport-Veranstaltungen überhaupt“, erklärt Steffen Scholz, Wanderwart der Wassersportfreunde Aachen und Organisator des Drachenboot-Cups am Blausteinsee, der am Sonntag zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Dabei konnten die Kaiserstädter wie schon bei der Premiere auf die Unterstützung der Mitglieder des Saarbrücker Kanu-Clubs zählen. Diese blicken auf jahrelange Drachenbootregatta-Erfahrung beim „Saar-Spektakel“ zurück, das in jedem Jahr bis zu 400 000 Besucher anlockt, und stellten unter anderem die Boote zur Verfügung.

Darüber hinaus saß in jedem Boot grundsätzlich ein Steuermann aus Saarbrücken, um die nicht selten wassersportunerfahrenen Paddler sicher ins Ziel zu bringen. Schließlich ist es alles andere als einfach, die langen, aber sehr schmalen Boote „auf Kurs“ zu halten, wie Steuermann Helmut Weisgerber bestätigt. „Ein vollbesetztes Boot wiegt bis zu zwei Tonnen. Fährt man eine Wende, entsteht großer Druck. Um ein solches Boot schnell vorwärts zu bewegen, sind hohe Konzentration und Rhythmusgefühl unentbehrlich“, so das Mitglied des Saarbrücker Kanu-Clubs. Und natürlich ein Trommler, der die Paddler nach Kräften antreibt.

Dass bei allem Spaß, schließlich ist der Blausteinsee-Drachenboot-Cup eine Veranstaltung für „Jedermann“, Vorsicht geboten, eine Schwimmweste zu tragen und vor allem den Anweisungen der Steuermänner Folge zu leisten ist, darauf machte Steffen Scholz die Mannschaftsführer bei der Captains-Besprechung vor dem ersten Rennen aufmerksam. „Wir setzen auf den Ehrgeiz und den Teamgeist der Teilnehmer, vor allem aber auf den ansteckenden Spaß, den eine Drachenbootregatta vermittelt“, so der Rennorganisator.

Alle drei Aspekte kamen nicht zuletzt bei den „Blausteinseeg(l)ern“, die bereits bei der Premiere als „Die Wikinger“ mit von der Partie waren, voll zur Geltung. „Bei unserer ersten Teilnahme haben wir Blut geleckt“, so Teammitglied Andreas Nowak.

Nach einer Trainingsstunde am und auf dem Blausteinsee konnte unter dem Motto „Born to be vorn“ das Ziel also nur lauten: „Spaß und ein Platz unter den ersten Drei.“ Zwei Vorgaben, die eingelöst wurden.

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