Bohler Grundschüler eifern Mal-Ikonen nach

Von: kaba
Letzte Aktualisierung:
Ein besonderes Werk schufen di
Ein besonderes Werk schufen die vierten Klassen. Sie bemalten eine ganze Mauer im Stil von James Rizzi:

Eschweiler. Es war ein besonderer Schultag für die Grundschulkinder der KGS Bohl: der letzte Tag der aufregenden Projektwoche. Und an diesem Tag durften die Klassen die Projekte der jeweils anderen kennenlernen, und auch Eltern und insbesondere zukünftige Schulkinder waren eingeladen, die Arbeiten und die Schule zu betrachten.

Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche hatten die 181 Schülerinnen und Schüler nämlich nur je zwei Stunden Unterricht, bevor es dann hieß: An die Pinsel, fertig, los! In diesem Jahr stand die Projektwoche nämlich unter dem Titel Kunst und Künstler. Jede Klassenstufe lernte einen bekannten Künstler kennen und erschuf dann mit seinen Methoden und nach seinen Vorlagen eigene kreative Kunstwerke.

„Ich hätte gerne mitgemacht”, berichtet Schulleiter Ewald Leclaire, der in diesem Jahr leider keine Klassenleitung übernommen hat. „Aber so habe ich in allen Klassen einmal vorbeischauen, beobachten und ein bisschen mitwerkeln können.” Und die kleinen Künstler haben Großes vollbracht.

Schon die Erstklässler, die erst wenige Wochen die Schule besuchen, haben wesentlich zu deren Verschönerung beigetragen. Sie lernten den Künstler Hundertwasser kennen und gestalteten unter anderem Holzpanelen zu bunten Hundertwasserhäusern um, die nun zum Teil den Schulhof zieren. Natürlich entwarfen sie auch Gemälde und bastelten bunte Schlangen, die in ihrem eigenen Klassenraum für eine kunstvolle Atmosphäre sorgen.

Bei den zweiten Klassen ging es noch ein bisschen bunter zu, denn hier wurde gemäß Henri Matisse „mit der Schere gezeichnet”. Es entstanden viele fantasievolle Collagen, aus Papier geschnitten, aufgeklebt und anschließend bemalt. Daran hatten die Kinder einen großen Spaß, denn sie mussten einmal nicht „genau auf der Linie” schneiden.

Die Drittklässler beschäftigten sich mit einem deutschen Künstler, der noch lebt. Ottmar Alt ist sehr vielfältig in seiner Kunst, weshalb auch die Schülerinnen und Schüler aus der 3a und 3b viele Möglichkeiten in der Gestaltung hatten. Sehr beliebt war das Malen mit so genannter Zuckerkreide, aber auch große Bilder, bei denen jedes Kind einen Teil malte, begeisterten.

Die vierten Klassen schließlich hatten sich ein ganz besonderes Projekt ausgedacht. Sie erfuhren zunächst alles über den Künstler James Rizzi, der vor allem durch seine farbenfrohen und „naiven” Kunstwerke auch Kinder begeistert. Wohl am bekanntesten sind seine Hochhäuser, die fantasievolle Gesichter haben und in verschiedenen Farben strahlen.

Die hatten es auch den Mädchen und Jungen der 4. Jahrgangsstufe besonders angetan und so beschlossen sie, diese Häuser auf eine Mauer im Schulhof zu malen. „ Die Kids hatten unwahrscheinlich viel Spaß und legten in Gruppen von 25 Kindern sofort los.”, erinnert sich Klassenlehrerin Kerstin Zeidler. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Rizzi-Mauer ist eine Bereicherung für den Schulhof der Grundschule und auch wenn sie etwas versteckt steht, begeistert sie dennoch Schüler, Lehrer und Besucher.

Am vergangenen Samstag jedenfalls fand das bleibende Kunstwerk großen Zuspruch und war vielleicht auch für das ein oder andere Vorschulkind ein ausschlaggebender Punkt in der Entscheidung für die zukünftige Schule. Denn die Projektwochen werden auch in den kommenden Jahren wieder stattfinden und Schüler und Lehrer eine Woche lang aus dem Schulalltag reißen.

Kein Wunder, dass die Schüler bei so einem Erlebnis auch noch am Samstag fröhlich in die Schule gehen und konzentriert arbeiten. Denn der Vormittag diente nicht nur dazu, den Mitschülern vorzustellen, was man erschaffen und gelernt hatte. Die Kinder gingen in Gruppen durch die Klassenräume der anderen Stufen und lernten ebenfalls deren Künstler und Techniken kennen. Anschließend durften sie dann selbst noch einmal Hand anlegen und malen, basteln, anstreichen und kreativ sein.

Daran haben auch Jamie, Luca, Sophie und Joline aus der 2. Klasse Freude. Sie haben in der vergangenen Woche gebastelt und saßen nun in der ersten Klasse, um Häuser nach Hundertwasser zu gestalten oder sich auch an Holzpanelen zu versuchen, die sicherlich ebenfalls einen gebührenden Platz in der Grundschule finden werden. „Das Schönste ist, dass in dieser Zeit so wie in der ganzen Woche die Türen offen stehen und die Kinder nicht an die Klassen gebunden sind.”, erklärt Ewald Leclaire. „Es war schön, dass sich die starre Schule auflöste”, berichtet der Schulleiter, dem die Kreativität der Kinder besonders gefällt.

Für ihn ist es wichtig, dass in der Schule auch Zeit für eben diese Kreativität gegeben wird, weshalb die Projektwochen einen besonderen Stellenwert neben musikalischen Einheiten oder Theater haben. Und es bietet die Gelegenheit, die Schule der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so dass auch Vorschulkinder und ihre Eltern kommen und die Schule einfach auf sich wirken lassen können.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert