Böse Bube mit weichem Herzen

Von: ran
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Für seine jahrzentelangen Verdienste um die „Eischwiele Fastelovend“ wurde Matthias Junk (4. v. r.) von Landtagsvizepräsident Dr. Gerhard Papke (4. v. l.) ausgezeichnet. Mit dem Bösen Buben freuten sich Christian Wolny, Axel Wirtz, Walter Münchow, Guido Kuth, Stefan Kämmerling, Männ Dohmen und Manfred Wienands (v. l.). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. In rund vier Wochen vollendet er sein 80. Lebensjahr. Doch im „Ruhestand“ befindet sich Matthias Junk keinesfalls. Das einzig noch aktive Gründungsmitglied der Mundartband „Inde-Singers“ ist gemeinsam mit seinen sechs Mitstreitern nach wie vor auf allen Bühnen der Indestadt, aber auch weit darüber hinaus, zu Hause und bereitet von dort aus den Jecken jede Menge Freude.

Doch das jahrzehntelange Engagement des „Eischwiele Jong“ innerhalb seiner KG Böse Buben, der Unterhaltungsabteilung der Kolpingsfamilie Eschweiler, ist damit bei weitem nicht vollständig beschrieben.

Für seine vielfältigen Verdienste um die „Eischwiele Fastelovend“ und das karnevalistische Brauchtum wurde Matthias Junk nun im Rahmen einer Feierstunde im Plenarsaal des nordrhein-westfälischen Landtags ausgezeichnet.

„Heute verwandeln wir den Landtag in ein fröhliches Narrenschiff, denn heute ist der Karneval in seiner gesamten Vielfalt und Bandbreite im Hohen Haus vertreten“, begrüßte Landtagspräsidentin Carina Gödecke am Dienstagmittag die Abordnungen aller 17 Regionalverbände.

Seit einem Beschluss des NRW-Landtags vom 20. Januar 2009 haben die Verantwortlichen der Regionalverbände die Möglichkeit, Menschen, die sich um den Karneval besonders verdient gemacht haben, zur Auszeichnung vorzuschlagen. „Der Karneval mit seiner jahrhundertelangen Tradition, die bis in das 13. Jahrhundert zurück belegt ist, gehört zum europäisch-christlichen Kulturerbe. Er ist bis heute ein Aushängeschild und, dies darf sicherlich gesagt werden, auch ein wirtschaftlicher Standortfaktor unseres Bundeslandes“, betonte die Landtagspräsidentin weiterhin.

Der Karneval gehöre unauslöschlich zur Identität Nordrhein-Westfalens. „Während dieser Feierstunde zeichnen wir nun Menschen und Vereine aus, die sich diesem Brauchtum verschrieben haben und mit ihrem Engagement ihren Mitmenschen Freude bereiten“, schloss Carina Gödecke ihre Ausführungen, bevor sie und Landtagsvizepräsident Dr. Gerhard Papke in „medias res“ gingen und die Auszuzeichnenden in kurzen Laudationes vorstellten.

„Matthias Junk hat sich in den zurückliegenden fünfeinhalb Jahrzehnten als Allrounder´ erwiesen und wurde somit zu einem Juwel des Eschweiler Karnevals“, lobte Dr. Gerhard Papke den Bösen Buben. „Der am 8. März 1935 in Eschweiler Geborene wurde 1959 Mitglied eben dieser Bösen Buben und betätigte sich von 1960 bis 2011, also mehr als 50 Jahre lang, als herausragender Büttenredner, der mit seinen Vorträgen die Menschen sowohl zum lachen als auch zum nachdenken animierte“, unterstrich der Landtagsvizepräsident. Ein Auszug der weiteren Aktivitäten von Matthias Junk:

Mitgründer der Mundartband „Inde-Singers“ im Jahr 1967, deren Mitglied er bis zum heutigen Tage ist;

fünf Jahre lang Vizepräsident seiner Gesellschaft;

von 1974 bis 2011 Mitgestalter des Bühnenbildes bei Veranstaltungen und Sitzungen;

analog zum Bühnenbild entwarf Matthias Junk in dieser Zeit Jahr für Jahr den Sessionsorden seiner Gesellschaft;

ebenso machte sich Matthias Junk, der mit allen Verdienstorden des Eschweiler Karnevalskomitees, dessen Gesellschaften sowie des Bundes Deutscher Karneval ausgezeichnet wurde, viele Jahre um den Wagenbau verdient. „Der Karneval in Eschweiler darf sich glücklich schätzen, einen Mann wie Matthias Junk in seinen Reihen zu haben. Er hat sich nicht nur unermüdlich für seine Böse Buben eingesetzt, sondern darüber hinaus der gesamten ‚Eischwiele Fastelovend‘ viel gegeben“, lobte Dr. Gerhard Papke abschließend.

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