Blut okay? Hier kriegen Ärzte den Durchblick

Von: anka
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Werfen derzeit öfter als sons
Werfen derzeit öfter als sonst einen Blick ins Mikroskop: Unter der Leitung von Professor Dr. Roland Fuchs (r.) und seinem Nachfolger Dr. Peter Staib lernen Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet, mit Hilfe des Mikroskopierens Blutkrankheiten zu erkennen und zu behandeln. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Blutkrankheiten wie Leukämie sind oftmals eine schwere Diagnose für den betroffenen Patienten. Doch wie gelangt man als Arzt eigentlich zu der richtigen Diagnose bei all den verschiedenen Typen von Leukämie und anderen Bluterkrankungen?

Um den Medizinern einen Einblick in dieses Gebiet der Medizin zu gewähren und ihnen Grundwissen zur Diagnostik im Blutausstrich und im Knochenmark zu vermitteln, veranstaltet die Klinik für Hämatologie und Onkologie am St.-Antonius-Hospital unter der Leitung von Privatdozent Dr. Peter Staib, Chefarzt für Hämatologie und Onkologie am Eschweiler Krankenhaus, und seinem Vorgänger Professor Dr. Roland Fuchs einen Mikroskopierkurs.

Im 22. Jahr in Folge wird in dieser Woche bis einschließlich Sonntag die Tradition dieses renommierten Fortbildungsseminars fortgesetzt. 79 Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz sind eigens in die Indestadt gekommen, um von Professor Dr. Roland Fuchs, Initiator des Mikrokospierkurses, sowie von Privatdozent Dr. Peter Staib unterrichtet zu werden. Und wenn man Professor Fuchs´ lehrreichen Vorträgen lauscht, glaubt man kaum, dass sein Arztkittel schon seit 2008 offiziell am Nagel hängt.

Hoch angesehenes Seminar

„Unser Ziel ist es, vor allem Ärzte auf dem Weg zur ihrer Facharztausbildung zum Onkologen in der mikroskopischen Arbeit zu unterstützen”, betonte Dr. Peter Staib, dass neben den zahlreichen angehenden Fachärzten, die zunächst einmal die Fähigkeit zum Umgang mit mikroskopischen Aufnahmen von Blutkrankheiten erlernen müssten, auch einige erfahrene Mediziner teilnehmen, um ihr Wissen ein wenig auffrischen zu können.

Mit Hilfe von mikroskopischen Untersuchungstechniken lernen die Teilnehmer, die verschiedenen Formen der Blutarmut zu erkennen und letztlich auch zu behandeln. „Jeder Tag des einwöchigen Kurses thematisiert deshalb ein anderes Gebiet der Bluterkrankungen”, zielte Dr. Peter Staib auf das Programm des Mikroskopierkurses. Dabei standen er und Professor Dr. Roland Fuchs den Teilnehmern jedes Mal Rede und Antwort.

Während sich der erste Teil des Kurses insbesondere an Ärzte mit geringen Grundkenntnissen in der mikroskopischen Arbeit richtet, vermittelt der zweite Teil des Seminars am kommenden Wochenende spezielles Wissen für Mediziner, die bereits ausreichende Grundkenntnisse besitzen. „Für beide Kurse steht eine Sammlung von 600 Ausstrichpräparaten zur Verfügung, deren Bestand kontinuierlich erneuert wird und die in ihrem Umfang und in ihrer Qualität einzigartig ist in Deutschland”, machte Dr. Peter Staib deutlich, warum dieses Fortbildungsseminar nach wie vor national und international unter Ärzten sehr geschätzt wird. Nicht zuletzt der Besuch des herausragenden Experten für Diagnostik von Blutkrankeiten, Professor Dr. Winfried Gassmann, zum Abschluss des Kurses unterstreicht somit einmal mehr, wie hoch angesehen doch diese Veranstaltung des St.-Antonius-Hospitals ist.

Erleichterung für Onkologie-Patienten und Personal

Für Patienten spielt die richtige Umgebung während der Therapie eine wichtige Rolle. So war die Freude bei den Patienten und Mitarbeitern der onkologischen Ambulanz groß, als zwölf neue farbenfrohe und nach neuesten Standards konzipierte Liegen angeliefert wurden. Die neuen Behandlungsstühle wurden aus dem Investitions-Etat des Hospitals angeschafft.

Die Patienten können nun nahezu alle gewünschten Liege- und Sitzpositionen per Handschalter elektronisch einstellen. Weiterhin erleichtert die stufenlose Höhenverstellung die Arbeit des Pflegepersonals. Die bequeme Polsterung mit verstellbaren Kopf- und Fußteilen bietet einen besonderen Sitzkomfort und trägt zu einer entspannten und behaglichen Atmosphäre für die onkologischen Patienten bei.

Privatdozent Dr. Peter Staib und seine Mitarbeiter sind sehr froh, dass diese Investition bereits jetzt umgesetzt wurde, obwohl der große Umbau auf der 8. Etage greifbar nahe ist. Die alten Liegen waren derart reparaturanfällig, dass eine Instandsetzung nicht mehr möglich und sinnvoll war.

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