Eschweiler - Blütenfest und Weihnachtsmarkt: Vier Stadtfeste 2017

Blütenfest und Weihnachtsmarkt: Vier Stadtfeste 2017

Von: pan
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Zuschauermagnet Stadtfest: Im kommenden Jahr stehen an vier Sonntagen die Ladentüren offen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Es bleibt dabei: In Eschweiler werden auch im kommenden Jahr vier verkaufsoffene Sonntage stattfinden. Gegen die Stimmen der Grünen und der Linken stimmte der Rat für den Antrag des Citymanagement-Vereins.

Vor allem juristisch sind verkaufsoffene Sonntage umstritten, da sie nicht dem reinen kommerziellen Gedanken unterliegen dürfen, sondern an eine größere Veranstaltung gekoppelt sein müssen. Für die Mehrheit der Eschweiler Kommunalpolitiker sind diese Voraussetzungen erfüllt.

Kritik erntete Verdi in der Ratssitzung. Dies hing weniger mit der grundsätzlichen Ablehnung der Gewerkschaft von verkaufsoffenen Sonntagen, sondern mehr mit der schriftlichen Begründung zusammen. Darin heißt es zum „Tag des Karnevals“: „Das Highlight mit dem größten zu erwartenden Besucherstrom ist ohne Frage die Proklamation des Prinzen und des Hofstaates.“ Und diese finde, so schreibt die Gewerkschaft, am Elften im Elften statt.

Nach Auffassung von Verdi sei hingegen das jährliche Entenrennen eher im Sinne des Gesetzes als „Besuchermagnet aus eigener Kraft“ zu verstehen, der überregionale Bekanntheit genieße. Verdi hat sich weitere Schritte offengelassen.

Diese Stellungnahme von Verdi führte im Ratssaal auch zu Gelächter. Der SPD-Ratsherr Stefan Kämmerling sprach das aus, was viele dachten: „Bei allem Respekt vor dem Erfolg des Entenrennens, die wohl überregional bedeutsamste Veranstaltung für Eschweiler ist der Karneval.“ An der grundsätzlichen Haltung der Sozialdemokraten änderte dieses Schreiben ohnehin nichts.

Zwar wolle man den Sonntag als freien Familientag schützen, aber der Antrag des Citymanagement-Vereins sei gut begründet, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt. Auch die CDU schlug in die gleiche Kerbe: „Vier Sonntage im Jahr sind vertretbar und mit Augenmaß“, sagte der Fraktionsvorsitzende Willi Bündgens.

Letztlich waren es die Grünen und die Linke, die sich auf die Seite der Gewerkschaft schlugen. Franz-Dieter Pieta von den Grünen sah die „gesetzlichen Voraussetzungen“ für einen verkaufsoffenen Sonntag nicht gegeben. Für Albert Borchardt von den Linken hingegen erfüllt allenfalls der „Tag des Karnevals“ die Kriterien.

Die Diskussion um die juristische Zulässigkeit veranlasste Erich Spies von der UWG zu einer Einschätzung: „Beide Seiten werden Argumente haben, aber mit rechtlichen Schwierigkeiten ist in unserem Fall nicht zu rechnen.“ Die Unabhängigen stimmten den vier verkaufsoffenen Sonntagen ebenso zu wie die FDP und der Piraten-Ratsherr Rudi E. Lennartz.

Im kommenden Jahr werden an vier Wochenenden also Stadtfeste über die Bühne gehen. Das „Stadtfest in Blüten und Farben“ mit Straßenmalerwettbewerb wird vom 31. März bis zum 2. April stattfinden. Das Stadtfest mit Autoschau, Kinder- und Jugendtag sowie Entenrennen ist auf den 8. bis 10. September terminiert. Der „Tag des Karnevals“ steht am 10. bis 12. November auf dem Programm. Der Höhepunkt des Weihnachtsmarkts ist ebenfalls wieder mit einem verkaufsoffenen Sonntag gekoppelt. Termin: 13. bis 22. Dezember.

Wie immer wird an diesen Tagen ein Oldtimer-Bus Besucher von den kostenfreien Parkplätzen an der Auerbachstraße und dem Obi-Parkplatz zur Innenstadt chauffieren.

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