Blüten wirken für Berufskolleg-Schüler nicht mehr echt

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Spannende Erfahrung: Wolfgang Leerhoff von der Deutschen Bundesbank zeigte Einzelhandels-Schülern den Echtheitstest von Banknoten.

Eschweiler. Der Einzelhandel wird immer die Adresse Nummer 1 für Fälscher sein, ihr Falschgeld in Umlauf zu bringen. Dabei fälschen sie zu 95 Prozent 20- und 50-Euro-Banknoten, womit sehr häufig bezahlt wird. Damit ist klar, wie viel Aufmerksamkeit und gute Kenntnisse die zukünftigen Fachleute im Einzelhandel haben müssen, um nicht auf Falschgeld hereinzufallen.

Entsprechend groß war das Interesse der Auszubildenden des Einzelhandels am Eschweiler Berufskollegs an den Informationen von Wolfgang Leerhoff von der Deutschen Bundesbank über echtes und falsches Geld. Ohne technische Hilfsmittel erkennt man direkt am griffigen und festen Papier, am Wasserzeichen und am Sicherheitsfaden die echten Banknoten. Dieses direkte Erkennen und den Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie UV- und Infrarotleuchte übten die Schüler mit dem Fachmann.

Hinweise vom Experten

Da Falschgeld in Umlauf zu bringen eine Straftat ist, müssen auch Verhaltensempfehlungen besprochen werden. Der Bankexperte riet dazu, das Falschgeld beim Erkennen nicht anzunehmen oder zu behalten. Wichtig sei anschließend auch eine Personenbeschreibung. Allerdings gilt: Nur ja nicht die Heldin oder den Helden zu spielen.

Die Schüler des Einzelhandels waren von dieser spannenden und informativen Veranstaltung begeistert. Die Klassenlehrerin einer Unterstufenklasse, Silke Johnen, findet: „Einfach toll, wenn man falsches und echtes Geld so deutlich zu sehen und zu fühlen bekommt. So erkennen die Auszubildenden schnell den Unterschied.“ Schülerin Michelle Koscielny war ebenfalls überrascht: „Unbewusst rechnet man bei jedem Kassiervorgang mit der Möglichkeit, an Falschgeld zu geraten, aber nach der Schulung habe ich auf jeden Fall mehr Sicherheit.“ Ebenso begeistert ist der Schüler Jannik Redding: „Jetzt kann ich durch Abtasten jede Fälschung erkennen.“ Nadine Maintz, ebenfalls Schülerin, bewundert den neuen 10-Euro-Schein, der erst am 23. September eingeführt wird. „Die Sicherheitsmerkmale sind deutlich besser!“

Die Bildungsgangleiterin für den Einzelhandel, Manuela Rynio, sieht in der regelmäßigen Wiederholung dieser Lehrveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank, die Möglichkeit, den Auszubildenden außerhalb von Lehrplan und Berufsalltag zusätzliches Wissen zu vermitteln. Beide Lehrer sind sich einig: „Das Interesse und die Begeisterung der Schüler waren überzeugend“.

Auch für Thomas Gurdon, Schulleiter des Berufskollegs Eschweilers, ist die Zusammenarbeit mit den Experten der Deutschen Bundesbank eine wichtige Ergänzung zum fachlich qualifizierten Unterricht der Lehrer. „Natürlich kennen die Lehrkräfte die Merkmale für echte Geldscheine, aber die Beispiele aus der Praxis und die Arbeit mit verschiedenen Hilfsmitteln zum Erkennen von echten Blüten sind für unsere Schüler viel anschaulicher. Diese Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen und sensibilisieren die Auszubildenden im Einzelhandel für dieses für sie so wichtige Thema Falschgeld.“

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