„Blues meets Rock“: Junges Trio brennt ein Feuerwerk ab

Von: ran
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Voller Hingabe: Gitarrist Virgil Mc Mahon faszinierte mit seinen „Accelerators“ das Publikum beim Konzert der Reihe „Blues meets Rock“ im Jugendtreff „Check in“ an der Hehlrather Straße. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Wow! Wohl selten traf die Überschrift „Blues meets Rock“ für ein Konzert der Reihe genauer ins Schwarze als am Dienstagabend, an dem „Virgil & The Accelerators“ die Bühne des Jugendtreffs „Check in“ im Wortsinn rockten. Und zwar von der ersten Sekunde an.

Denn ohne jede Umschweife kamen Virgil Mc Mahon (Gitarre und Gesang), sein Bruder Gabriel Mc Mahon (Schlagzeug) sowie Bassist Jack Alexander Timmis zur Sache – brachial, aber gefühlvoll, jung, aber ausgereift, geradlinig und schnörkellos, aber dennoch variantenreich.

Schnell wurde deutlich, warum das Debütalbum „The Radium“ viele Fünf-Sterne-Bewertungen erhalten hat und das Trio aus Großbritannien im vorigen Jahr als eine der jüngsten Bands zu den Nominierten des British Blues Awards gehörte.

Ein kleiner Sicherheitsabstand

Im Jahr 2011 spielten „Virgil & The Accelerators“ im Vorprogramm von BB King, bis vor wenigen Tagen tourten sie mit Uriah Heep durch England. Am Dienstag powerten sich die in Südafrika geborenen Brüder Mc Mahon (22 und 18 Jahre) sowie der 21-jährige Jack Timmis nun in der Indestadt aus und beeindruckten ihre Zuhörer, die ihrer Begeisterung immer wieder freien Lauf ließen. Ein kleiner Sicherheitsabstand zur Bühne wurde aber konsequent eingehalten, den Trommelfellen zur Liebe.

Mit größtmöglicher Hingabe starteten die drei Musiker ihr Konzert, präsentierten früh das vor Kraft nur so strotzende „Refuse to believe“ und brannten mit „Badgirl“ ein weiteres Feuerwerk ab. Virgil Mc Mahon malträtierte seine Gitarren und entriss ihnen Riffs, die dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben dürften. Jack Timmis hielt mit seiner abgeklärten Rhythmusarbeit das Schiff auf Kurs, und Gabriel Mc Mahon verwandelte sich am Schlagzeug in einen Irrwisch.

Doch die Jungs können auch anders, wie sie mit „Fell to the Floor“ unter Beweis stellten. Denn hier zeigte sich auch die gesangliche Qualität von Bandkopf Virgil Mc Mahon, die dem Song die notwendige Tiefe verlieh. Kaum zu glauben, dass die drei Protagonisten gerade mal um die 20 Jahre alt sind und in der Lage waren, die musikalische Qualität auch nach der Pause zu halten, wenn nicht gar noch einmal zu steigern.

„Take me higher“ führte manchen Konzertgast tatsächlich in andere Sphären, beim vergleichsweise ruhigen „Don‘t shake my Hand“ konnte Virgil Mc Mahon einmal mehr die ganze Bandbreite seines Gitarrenspiels in die Waagschale werfen und verschmolz dabei zeitweise mit seinem Instrument.

Weitere Soli folgten, die Szenenapplaus geradezu herausforderten. Und Zugaben, die die drei „Beschleuniger“ („Accelerators“) gerne gewährten. Ein lauter, aber vor allem facettenreicher Abend. Am 8. April geht es weiter mit „Blues meets Rock“ im „Check in“ an der Hehlrather Straße. Dann wird der Nordire Pat Mc Manus zu Gast sein (siehe unten).

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