Eschweiler - „Blues meets Rock“: Die Hoffnung auf eine Fortsetzung bleibt

„Blues meets Rock“: Die Hoffnung auf eine Fortsetzung bleibt

Von: ran
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Setzten einen ruhigen, aber überzeugenden Schlusspunkt unter die Reihe „Blues meets Rock“ im Talbahnhof: Peter Jagger (Mitte) und seine neue Band „Class“. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es herrschte eine durchaus wehmütige Stimmung im (leider) überschaubaren Publikum während des (vorläufig) letzten Konzerts der Reihe „Blues meets Rock“, das am Dienstagabend vom englischen Sänger, Gitarristen und Songwriter Peter Jagger im Talbahnhof gestaltet wurde. „Ich habe quasi vom ersten Tag an nahezu jedes Konzert verfolgt“, blickte Dieter Bähr zurück. „Die Atmosphäre vor der kleinen Bühne, auf der zahlreiche Musiker standen, die man sonst nicht so einfach zu sehen bekommt, war immer eine ganz besondere“, geriet der Musikfan ins Schwärmen.

Und erhielt von Stehtischnachbar Dieter Massarczyk Zustimmung: „Es ist einfach schade, dass Schluss ist!“ Franz-Josef Mackowiak, Dritter im Bunde der Treuen, merkte an, dass ältere Besucher stets in der Überzahl gewesen seien. „Die jüngere Generation hat ‚Blues meets Rock‘ nie so richtig angenommen. Dabei weiß ich nicht, warum sich Musiklehrer und -schüler das Angebot, die Konzerte kostenlos genießen zu können, entgehen haben lassen.“

In Zukunft werde nun etwas fehlen in der Musikszene der Region. Klaus Schmidt hat die Hoffnung auf Fortsetzung der Reihe allerdings noch nicht aufgegeben: „Wir wollen weitermachen und sind auf der Suche nach einem geeigneten Ort, denn eigentlich sind Konzerte bis Mai in trockenen Tüchern“, so der Konzertorganisator, der sich vor dem Auftritt von Peter Jagger ausdrücklich bei Talbahnhof-Wirt Walter Danz, Hausmeister Juri, Kulturmanager Max Krieger und Tontechniker „Böxle“ für die Zusammenarbeit bedankte. „Jetzt passt es hier aber einfach nicht mehr. Und lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Eher beschaulich

Das Talbahnhof-Abschlusskonzert gehörte dann zu den eher beschaulichen Gigs der „Blues meets Rock“-Ära. Peter Jagger, erstklassig unterstützt von Reinhard Finke an der Gitarre, Olli Kröger am Schlagzeug und „Mutz“ am Bass, faszinierte mit seiner unaufgeregten und schnörkellosen Art, gab den Songs Dank seiner vielseitigen, mal rauen, mal weichen Stimme einen unverkennbaren Klang und überzeugte auch dank intelligenter und kritischer Texte.

Dabei scheute sich der Brite nicht, beim Song „Southern Comfort“ den Südstaaten-Blues anzustimmen, um wenig später mit „Clouds of Destruction“ die fortschreitende Amerikanisierung Europas kritisch zu hinterfragen. Im „schnell“ vorgetragenen Song „That‘s it“ verbirgt sich darüber hinaus der Wunsch, die Welt würde sich etwas langsamer drehen.

Bei „Burning Lights“ übernahm dann Bassist „Mutz“ die erste Stimme, bevor Peter Jagger mit „Sweet Maurice“ eine Liebeserklärung an seine Frau abgab. Mit dem eindringlichen „Trapped to this Corner“ verabschiedete sich das Quartett schließlich. Um 22.18 Uhr erfolgte der letzte Applaus der „Blues meets Rock“-Reihe im Talbahnhof. Fortsetzung folgt hoffentlich.

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