Blues Delivery bittet zur Geschichtsstunde

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Haben sich dem Ur-Blues der Zw
Haben sich dem Ur-Blues der Zwanziger und Dreißiger Jahre verschrieben: Die Mitglieder der Band Blues Delivery bitten am 9. September zur Geschichtsstunde in Sachen Blues. Foto: Klaus Franke

Eschweiler. Handgemachtes steht am Freitag, 9. September, auf dem Programm: Im Sylvino am Markt geben sich Blues Delivery die Ehre und lassen den Ur-Blues der ganz alten Tage in neuem Sound-Gewand hochleben.

Sie interpretieren Stücke von wahren Legenden und sind doch beinahe selbst schon eine: Die Gruppe um Bandleader Werner Weber, die Sängerin Andrea Porten und den Blues-Harp-Virtuosen Riedel Diegel tingelt bereits seit Ende der Siebziger Jahre durch die Bluesclubs und Kneipen der Kaiserstadt und dürfte jedem Öcher, der sich auch nur entfernt für Blues interessiert, ein Begriff sein.

Nun gibt es Blues-Combos wie Sand am Meer, aber diese ist seit jeher ein Sonderfall und zumindest in der Euregio einmalig, denn Blues Delivery schwören nicht auf den elektrifizierten Sound, der spätestens seit den Sechzigerjahren weltweit populär wurde. Viel mehr hat die Aachener Band ihr Heil im Ur-Blues gefunden, der in den Zwanziger und Dreißiger Jahren aus Rag, Cajun und Jazz entstand und den Protagonisten wie Bessie Smith, Ma Rainey und Billie Holiday in den USA populär machten.

Dass Blues Delivery diesen urwüchsigen, authentischen Sound so frisch und mitreißend wiedergeben können, liegt zweifellos an der musikalischen Klasse der Band: Riedel Diegel gewann bereits 1989 die Blues Harp-Weltmeisterschaft von Hohner und spielte mit Größen wie Reinhard Mey, Tommy Engel und Schwoißfuass. Andrea Porten verleiht der Musik mit ihrer Stimme die Seele und zieht das Publikum mit ihrer Emotionalität in ihren Bann.

Der Gitarrist und Sänger Werner Weber ist ein wahrer Kenner der alten Blues-Klassiker und gibt sie stilecht wieder. Jürgen Sturm an der jazzig-unkonventionellen Solo-Gitarre und Lothar Galle-Merkel am bundlosen Bass runden die stimmige Besetzung ab. Ein Schlagzeug brauchen die Musiker genauso wenig wie ihre Vorbilder. Für fähige Gastmusiker - unter ihnen Blind John Davis und Götz Alsmann - waren Blues Delivery hingegen immer offen.

Wer Lust auf eine Geschichtsstunde in Sachen Blues hat, kann die Band ab 20 Uhr im Sylvino erleben. Dort gibt die Combo ein „Blues Harp Special” zum Besten.
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