Blausteinsee könnte bald mit dem Bus erreichbar sein

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Bisher ist am Freibad Schluss. Den restlichen Weg bis zum See müssen Besucher zu Fuß zurücklegen. Nun diskutieren die Politiker, wie der Blausteinsee an den Busfahrplan angebunden werden kann. Foto: T. Röber

Eschweiler. Im Stundentakt mit dem Bus zum Blausteinsee? Bisher ist das nicht möglich. Die Stadt Eschweiler und das Nahverkehrsunternehmen Aseag überlegen, es in diesem Sommer auszuprobieren und eventuell 2014 ganz einführen. Der Probebetrieb soll am 7. März im Planungsausschuss diskutiert werden.

Eine erste Debatte über die Idee gab es bereits in der vorigen Sitzung dieses Ausschusses. Die Aseag hatte vorgeschlagen, die Linie EW 5 in den Sommermonaten Mai bis September zumindest an den Wochenenden bis zum Hafen des Blausteinsees zu verlängern. Die EW 5 kommt vom Talbahnhof und fährt über Schwimmhalle und Bushof nach Dürwiß, wo bisher am Freibad Endstation ist.

Für Besucher von außerhalb ist die Linienführung praktisch. Sowohl am Talbahnhof als auch am Bushof können Fahrgäste aus den Regionen Aachen, Stolberg, Langerwehe sowie aus den Eschweiler Stadtteilen zusteigen.

Je nach Wunsch (und den finanziellen Möglichkeiten) der Stadt sind weitere Ausbaustufen obendrauf möglich. Stufe 2: Nicht nur am Wochenende, sondern auch montags bis freitags an den Nachmittagen. Stufe 3. In der Ferienzeit an allen sieben Wochentagen ganztägig. Stufe 4: Mai bis September komplett ganztägig an allen Wochentagen.

Die Diskussion im Planungsausschuss ließ erkennen, dass die Eschweiler Kommunalpolitiker die Stufe 3 für sinnvoll halten. Leo Gehlen (SPD): „Der Blausteinsee ist ein Kleinod, wir brauchen da mehr Frequentierung.“ Für Schulkinder und ältere Menschen sei deshalb eine Busanbindung optimal. Auch, wenn es die Stadt ein paar tausend Euro kosten wird.

Allerdings gibt es auch Skeptiker. Ratsherr Wolfram Stolz: „Ich sehe schon die großen Gelenkbusse mit einem Passagier drin um die Ecke fahren!“ Und bei der CDU hieß es, statt des Stundentaktes würde auch eine Anbindung alle zwei Stunden reichen.

Dem widersprach Dietmar Widell (Grüne): „Zwei Stunden sind kein Takt, das können wir uns schenken.“ Und zu den Kosten wies Widell darauf hin, dass der Busverkehr auch den Parkdruck durch Pkw-Fahrer mindere: „Die Parkplatzsucher parken dort alles kaputt. Da ist das Geld doch in Buszubringer besser investiert.“ Spontane Zustimmung bei Leo Gehlen: „Stimmt, hat er recht!“

Der Erfolg oder Misserfolg der Idee, die Buslinie EW5 bis an den See zu verlängern, hängt stark vom Wetter ab. Das gab die Stadtverwaltung zu Bedenken. An den wenigen wirklich schönen Tagen komme es zu einem Massen-Badebetrieb, da sei der Busverkehr sicher nötig – am Besten sogar bis spät in den Abend und nicht nur bis 19 Uhr, wie angedacht. Aber bei kühlem und regnerischen Wetter sind am See vor allem die Wanderer, Radfahrer, Segler, Surfer und Taucher anzutreffen, und die kommen kaum mit dem Bus.

Tendenziell, so zeigte die Diskussion, neigen die Kommunalpolitiker dazu, am Donnerstag, 7. März, zumindest einen Probebetrieb schon in diesem Sommer zu beschließen.

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