Eschweiler - Blausteinsee-Cup: Rhenania jubelt nach Herzschlagfinale

FuPa Freisteller Logo

Blausteinsee-Cup: Rhenania jubelt nach Herzschlagfinale

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
15067376.jpg
Da jubeln die Gastgeber: Rhenania Lohn gewann Sonntagabend nach Elfmeterschießen den Blausteinsee-Cup. Foto: Andreas Röchter
15065519.jpg
Heizten den Gästen der Veranstaltung „Jeck am Blausteinsee“ im Lohner Stadion mächtig ein: die Eschweiler Band „Bohei“. Foto: David Arenz

Eschweiler. Die Überraschung ist perfekt: Der Sieger des 21. Blausteinsee-Cups heißt Rhenania Lohn! Im Finale bezwangen die Gastgeber nach einem eher zurückhaltenden Start, einer starken zweiten Halbzeit mit einer dramatischen und beinahe tragischen Schlussphase sowie einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen den Bezirksligisten Jugendsport Wenau mit 8:7.

Damit trugen sie sich nach den Jahren 2000 (ebenfalls unter Trainer Frank Löhr) und 2005 zum insgesamt dritten Mal in die Siegerliste des eigenen und von dieser Zeitung präsentierten Traditionsturniers ein.

Nach dem ganz starken Auftreten in der Zwischenrunde am vergangenen Dienstag, in der die Rhenanen den beiden etablierten Landesligisten GFC Düren 99 und Kohlscheider BC das Nachsehen gegeben hatten, sowie dem Halbfinalerfolg über den A-Liga-Aufsteiger St. Jöris, ließ sich der Dürener B-Ligist auch von den Jugendsportlern aus Wenau nicht aufhalten.

Wobei zur Halbzeitpause wohl nur eine Minderheit der zahlreichen Zuschauer im Stadion am Blausteinsee auf den ganz großen Erfolg der Gastgeber gesetzt hätten. Diese hatten im ersten Abschnitt zu wenig Initiative im Spiel nach vorne gezeigt und waren in der 40. Minute durch einen platzierten Schuss des Wenauer André Werres mit 0:1 in Rückstrand geraten.

Doch nach dem Seitenwechsel legten die Rhenanen ihre Scheu ab, hielten entschlossen dagegen und profitierten von einem Lapsus von Jugendsport-Schlussmann Tobias Schleip. Dieser vertändelte drei Minuten nach dem Wiederanpfiff im eigenen Strafraum den Ball. Nutznießer war Pascal Cremer, der mühelos zum 1:1 ausglich.

Nach gut einer Stunde setzte sich Joel Krahe im Wenauer Strafraum in Szene, war einen Tick schneller am Ball als der Keeper des Gegners, der den Lohner Angreifer von den Beinen holte. Schiedsrichter Thorsten Sommer zeigte umgehend auf den Elfmeterpunkt. Rhenania-Torhüter und Strafstoß-Spezialist Manfred Wangnick schritt zur Tat und verwandelte zum 2:1.

Von nun an tickte die Uhr zu Gunsten von Rhenania Lohn. Und als sowohl Max Müller, dessen Schuss Manfred Wangnick parierte, sowie Andreas Werres in aussichtsreichen Positionen den Ausgleich verpassten, schien alles in Richtung eines Rhenania-Triumphes zu verlaufen. Bis zur 89. Minute: Dann segelte eine Flanke weit in den Lohner Stafraum hinein, wurde quasi von der Torauslinie in die Mitte gepasst, wo der eingewechselte Jugendsport-Stürmer Joseph Mbuyi, der am Vortag im Halbfinale gegen den GFC Düren 99 alle vier Wenauer Treffer erzielt hatte, mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck die Spieler, Betreuer und Anhänger der Rhenania schockte.

Wie im Vorjahr wurde der Turniersieger also im Elfmeterschießen ermittelt: Und hierbei zeigten die ersten fünf Schützen beider Mannschaften keine Schwächen. Für Lohn trafen Manfred Wangnick, Thorsten Malik, Michael Bongen, Cem Gökce sowie Abdul Alkassi. Patrick Vongehr brachte die Rhenania mit 8:7 in Führung. Dann avancierte Manfred Wangnick endgültig zum Helden. Nach zwei verwandelten Strafstößen wehrte er den sechsten Versuch des Finalgegners ab. Rhenania Lohn stand als Sieger des Blausteinsee-Cups 2017 fest!

Das indestädtische Halbfinale zwischen Rhenania Lohn und dem SV St. Jöris hatte am Samstagnachmittag mit einem Paukenschlag begonnen. Kaum drei Minuten waren gespielt, als der Rhenane Pascal Cremer vom rechten Flügel eine halbhohe Flanke schlug, die Joel Krahe volley ins lange Eck zur Führung für die Gastgeber verlängerte. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff fand ein vielversprechender Rhenania-Konter durch ein Foulspiel kurz vor der Strafraumgrenze sein Ende. Den fälligen Freistoß verwandelte Pascal Cremer per platziertem Flachschuss zur 2:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel rannte St. Jöris weiter an, ohne das Lohner Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Dies änderte sich in Minute 62: Maik Engelhardt hatte keine Mühe, auf 1:2 zu verkürzen. St. Jöris witterte Morgenluft und setzte nach. Eine Flanke fand in der 75. Minute Michael Lisowski freistehend im Lohner Strafraum. Per druckvollem Kopfball erzielte der St. Jöriser den umjubelten 2:2-Ausgleich. Den Rhenanen schien auf der Zielgeraden die Luft auszugehen.

Doch in der Schlussminute gelang dem Gastgeber der entscheidende Coup. Ein langer Pass von Marat Dzusov flog über die weit aufgerückte Abwehr des SV St. Jöris hinweg. Die Spieler des A-Liga-Aufsteigers setzten auf einen Abseitspfiff von Schiedsrichter Patrick Lohbeck. Dieser blieb aus, so dass Zahkyi Karamoa alleine auf SV-Schlussmann Sascha Ellinger zulaufen konnte und diesen mit einem gefühlvollen Heber zum 3:2 überwand.

Schon am Freitagabend wurde im Stadion gefeiert: Bei „Jeck am Blausteinsee“ heizte die Band Bohei mächtig ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert