Eschweiler - Blausteinsee-Cup: Die Ladys lassen’s ordentlich krachen

Blausteinsee-Cup: Die Ladys lassen’s ordentlich krachen

Von: ran
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Zweikampf: Auch im eigenen Strafraum gingen die Alemannia-Damen (rechts) keinem direkten Duell mit den Erstligistinnen aus Essen aus dem Weg. Foto: Andreas Röchter
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Hochkarätig: Zum Auftakt des 18. Blausteinsee-Cups standen sich mit den Damen von Alemannia Aachen und der SGS Essen ein Zweit- und ein Erstligist im Lohner Stadion am Blausteinsee gegenüber. Foto: Andreas Röchter
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Kühle Wohltat: Bei tropischen Temperaturen tat eine kurze Zwischendusche allen Akteurinnen sichtlich gut. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. 1. Bundesliga gegen 2. Bundesliga! Hochkarätiger startete noch kein Blausteinsee-Cup. Zum Auftakt der 18. Auflage des von unserer Zeitung präsentierten Turniers trafen am frühen Samstagabend im Stadion am Blausteinsee von Rhenania Lohn die Fußballerinnen des TSV Alemannia Aachen als frischgebackene Regionalligameisterinnen und Aufsteigerinnen in die Zweite Bundesliga auf den etablierten Erstligisten und DFB-Vizepokalsieger SGS Essen.

Dabei präsentierten sich die Schwarz-Gelben in ihrem ersten Vorbereitungsspiel bei tropischen Temperaturen und bei gefühlt einhundertprozentiger Luftfeuchtigkeit als kampfstarke Truppe, der es immer wieder gelang, den Spielfluss der technisch natürlich überlegenen SGS´lerinnen zu stören. Nach 90 durchaus kurzweiligen Minuten stand schließlich dennoch ein verdienter 3:0-Sieg der vom Ex-Alemannia-Profi Markus Högner trainierten Erstligamannschaft aus dem Ruhrgebiet zu Buche.

Doch der erste Test der Alemannia-Damen, die am Samstag noch auf ihre Torjägerin Sabrina Bemmelen und Trainer Manuel Ortiz-Gonzales verzichten mussten, darf als gelungen bezeichnet werden, wie auch der Applaus der mitgereisten Fans nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichterin Laura Duske unter Beweis stellte.

Konterangriffe

Bereits unmittelbar nach Spielbeginn zeigten die Alemannia-Kickerinnen, dass sie vor den Erstligaspielerinnen aus Essen keineswegs in Ehrfurcht zu erstarren gedachten. Kaum 60 Sekunden waren gespielt, als Verena Keusgen entschlossen den Zweikampf gegen Janina Meißner suchte. Zwar auf Kosten eines Freistoßes, doch erste Fronten waren geklärt.

In der Folgezeit hatte Essen zwar deutlich mehr Ballbesitz, doch die von Susanne Kasperczyk, die von 2007 bis nur2009 selbst für die SGS am Ball war, umsichtig und lautstark dirigierte Alemannia-Defensive blieb weitestgehend Herr der Lage. Und kam doch mal ein Schuss auf das Aachener Tor durch, war Torhüterin Julia Hahn auf dem Posten.

Die Schlussfrau war allerdings einmal mit dem Glück im Bunde, als eine Bogenlampe einer gegnerischen Angreiferin an die Unterkante der Latte knallte und von dort vor die Linie prallte. Hin und wieder konnten die Kaiserstädterinnen mit Konterangriffen sogar kleine Nadelstiche setzen. So dauerte es bis zur 39. Spielminute, in der Stadionsprecher Erwin Körfer zum Mikrofon greifen durfte (musste), um das 1:0 für die Favoritinnen zu verkünden.

Lattenknaller

Die Alemannia-Abwehr gestattete es der Essenerin Henrike Sahlmann, eine Flanke freistehend anzunehmen und diese mit einem platzierten halbhohen Schuss an Torhüterin Julia Hahn vorbei zu verwandeln.

Eine knappe Viertelstunde zuvor hatte die Unparteiische die Partie für einige Minuten unterbrochen, damit die Spielerinnen ihren Flüssigkeitshaushalt mit einigen kräftigen Schlucken aus der Wasserflasche regulieren konnten. Ein Schauspiel, das sich in der Halbzeit und Mitte des zweiten Abschnitts wiederholen sollte.

Nach dem Seitenwechsel brachten Alemannia-Co-Trainer Steve Briese und SGS-Coach Markus Högner zahlreiche frische Spielerinnen in die Partie. Dabei konnte vor allem der Erstligist, der mit 19 Spielerinnen angereist war, aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem bot der Neu-Zweitligist weiterhin nach Kräften Paroli. Zwar erhöhte SGS-Stürmerin Charline Hartmann, die eine scharf hereingebrachte Flanke gekonnt abfälschte und damit der eingewechselten Alemannia-Torfrau Steffi Neuser keine Abwehrchance ließ, auf 2:0, doch auf der anderen Seite scheiterten die U17-Spielerin Michelle Marceli und Sarah Dorsel mit einem platzierten Weitschuss nur denkbar knapp an der gegnerischen Torhüterin.

Auch die SGS Essen verzeichnete einen Lattenschuss, bevor in der 89. Spielminute Magdalena Szag per Kopfball aus kurzer Distanz den 3:0-Endstand herstellte. Sekunden später erfolgte der für die Spielerinnen witterungsbedingt herbeigesehnte Abpfiff. Den kleinen Imbiss, den die Verantwortlichen von Rhenania Lohn beiden Mannschaften kurz daruf anboten, hatten sich alle Aktiven redlich verdient.

Erster Gegner: Bayern München

Sechs Wochen haben die Alemanninnen nun noch Zeit, um sich auf das „Abenteuer“ 2. Bundesliga Süd vorzubereiten. Zum Start trifft der Aufsteiger am Sonntag, 31. August, auf die Zweitvertretung des FC Bayern München. Eine Woche zuvor geht es in der 1. Runde des DFB-Pokals zum Hegauer FV nach Baden-Württemberg. Bayern München, DFB-Pokal? Fußballsphären, von denen die Alemannia-Herren (noch) weit entfernt sind.

Die Damen stellen sich diesen Aufgaben in der laufenden Saison. Und der erste Schritt, diese zu bewältigen, wurde am Samstag getan! Beim Blausteinsee-Cup von Rhenania Lohn.

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