Eschweiler - Blaustein-See GmbH will wieder mehr Wassersportler anlocken

Blaustein-See GmbH will wieder mehr Wassersportler anlocken

Von: Sonja Essers
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Momentan ist es am Blausteinsee noch ruhig. Das soll sich allerdings bald schon ändern. Die Blaustein-See GmbH rechnet damit, dass mit den steigenden Temperaturen auch wieder mehr Tauchkarten verkauft werden. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Mit einer neuen Entgeltordnung will die Blaustein-See GmbH Taucher und Wassersportler wieder an den See in Eschweilers Norden locken. Der Preis für die Jahreskarten wurde um 15 Euro reduziert, die Tageskarten kosten 50 Cent mehr. Ob sich dieser Entschluss gelohnt hat? Dazu später mehr.

Jahrelang war der Umsatz mit dem Tauchgeschäft alles andere als zufriedenstellend, wie die Zahlen belegen. 2006 wurden 195 Jahreskarten verkauft. Damals lag der Umsatz noch bei insgesamt 121.257,50 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 159 Tauchkarten, der Umsatz betrug 30.971,50 Euro und lag damit leicht unter dem aus dem Jahr 2015 (31.856 Euro). Das soll sich allerdings ändern. Ende November beschloss die Gesellschafterversammlung, dass es eine neue Entgeltverordnung geben soll. Die gilt nun seit dem 1. Januar dieses Jahres.

Im ersten Quartal 2017 seien bisher 140 Jahreskarten verkauft worden, teilte Heinz Rehahn nun auf Anfrage mit. Auf die Frage, ob man damit zufrieden sei, liefert der Kaufmännische Prokurist der Blaustein-See GmbH eine klare Antwort: nein! „Es könnte mehr sein, aber es könnte sich auch noch etwas tun. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass in den Monaten Juni, Juli und August auch noch immer einige Karten verkauft werden. Wenn die Temperaturen steigen, gibt es bei den Tageskarten auch höhere Umsätze.“

Ein weiterer Hintergrund der neuen Entgeltordnung: Für Mitglieder der wassersporttreibenden Vereine am Blausteinsee gab es bisher immer Sonderkonditionen bezüglich der Jahreskarten. Sie zahlten 50 Euro, müssen ab diesem Jahr allerdings auch den regulären Preis zahlen, wie Rehahn berichtet.

„Die Mitglieder der wassersporttreibenden Vereine am See haben viele Aktionen begleitet und geholfen, zum Beispiel wenn es um das Thema Müll ging. Die Aktionen sind in der Vergangenheit allerdings runtergefahren worden, weil sie nicht mehr nötig waren. Mit den neuen Preisen wollen wir alle Taucher gleich behandeln“, so Rehahn. Wer sich bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres eine Jahreskarte sicherte, zahlte statt der veranschlagten 80 Euro zehn Euro weniger. Mit Zehnerkarten, die zwei Kalenderjahre lang gültig sind und 80 Euro kosten, wolle man die Taucher ebenfalls „an den See binden“, so Rehahn.

Dass in der Vergangenheit weniger Tauchkarten verkauft wurden, lag daran, dass immer wieder die Sicht im Blausteinsee bemängelt wurde. Der eine oder andere Taucher mutmaßte, dass ein zu hoher Eisengehalt dafür verantwortlich sei. Die Sicht habe sich allerdings in den vergangenen Jahren immer mehr gebessert. Das war unter anderem in verschiedenen Tauchforen im Internet zu lesen.

Daraufhin wurde 2015 gemutmaßt, dass die besser gewordene Sicht damit zusammenhängt, dass das Sümpfungswasser aus einem anderen Brunnen komme. Hermann Gödde, Geschäftsführer der Blaustein-See GmbH sah diesen Zusammenhang damals allerdings nicht.

Dass die Sicht im See nach wie vor ein großes Thema ist, weiß auch Rehahn. „Der See hat sich in den vergangenen Jahren, was die Sicht angeht, verändert. Das Blätterwerk verursacht eine Trübung. Die gab es am Anfang natürlich noch nicht, weil es damals dort auch noch nicht so viel Grün gab“, so Rehahn, der als Veranschaulichung ein Beispiel aus dem eigenen Haushalt anführt. „Wenn ich einen Teich habe, dann ist das Wasser in den ersten 14 Tagen glasklar, danach setzt eine Grüntrübung ein.“

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