„Bilderwelten”: Professor Hans Stuchlik stellt im Haus Patio aus

Von: Dirk Müller
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Der Künstler Professor Hans Stuchlik im Gespräch mit Gästen der Vernissage anlässlich seiner Ausstellung „Bilderwelten”. Foto: D. Müller

Stolberg. Nach Antonio Máro ist Professor Hans Stuchlik aus Eschweiler der zweite ausgewählte Künstler, der die neue Ausstellungs-Reihe des „upper art level” fortsetzt. „Upper art” bezieht sich dabei sowohl auf erstklassige Kunst als auch auf den Ausstellungsraum in der Hochparterre des Hauses Patio im Steinweg.

Am Sonntagabend wurde Stuchliks Ausstellung „Bilderwelten” als Abschluss der „Art Tour de Stolberg” feierlich eröffnet, und viele Kunstinteressierte wohnten der Vernissage im Möbelhaus bei. Musikalisch umrahmt wurde das Ereignis mit klassischer Musik auf hohem Niveau von Juliana Münch auf der Violine und André Parfenov am Flügel.

40 Gemälde des „Phantastischen Realismus” aus dem Gesamtwerk Stuchliks, darunter einige aktuelle Werke dieses Jahres, sind in der Patio-Galerie zu sehen. Der Künstler zeigte sich sehr zufrieden mit der Wirkung seiner Bilder in den ungewöhnlichen Räumlichkeiten: „Der weitläufige, lichtdurchflutete Raum ist optimal für die Präsentation von Gemäldeausstellungen, und die Möbel erdrücken meine Bilder nicht”, erklärte Stuchlik, der Dieter Kaesmacher und der Galeristin Christa Oedekoven für ihr hohes privates Engagement „in Sachen Kunst” dankte.

Die „Bilderwelten”, großformatige Ölbilder, stellen Menschen in Bewegung sowie kreative Stillleben dar und lassen sich als „Avantgarde der neuen Gegenständlichkeit” beschreiben. Stuchlik, der seinen gegenständlichen Stil über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt hat, verfolgt mit seiner Malerei keinerlei kommerzielle Interessen, sondern versucht in seinen Werken, die Beliebigkeiten des Kunstmarkts zu entlarven.

Er setzt sich mit Kunstrichtungen und „Antikunst” kritisch auseinander, indem er sie mit einem Augenzwinkernd parodiert und als Bild im Bild zitiert. Stuchliks Kunst will existenzielle Fragen, die sich dem modernen Menschen stellen, mit den Mitteln traditioneller Ästhetik visionär deuten. Seine Formensprache erzeugt eine faszinierende Spannung, der sich der geneigte Betrachter kaum entziehen mag.

Die Vernissage vereinte die Eröffnung der Stuchlik-Ausstellung mit dem Ausklang der ersten „Art Tour de Stolberg”, bei der an elf Stationen abwechslungsreiche Kunst präsentiert wurde. So bot sich für die Organisatoren der „Kunstausfahrt” Gelegenheit, eine erstes durchweg positives Fazit des „Kunst-Sonntags der offenen Türe” zu ziehen.

„Bilderwelten” von Hans Stuchlik sind unterdessen im Haus Patio, Steinweg 68, noch bis zum 9. Juli zu sehen: jeweils montags bis mittwochs und freitags von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, donnerstags von 9.30 Uhr bis 20 Uhr und samstags von 9.30 bis 16 Uhr.
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