Bilder in Acryl zwingen den Betrachter, genauer hinzusehen

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Durch die Bilder in den Dialog treten:Das wollen Künstlerin Maria Therese Löw und Pfarrer Thomas Richter mit der Ausstellung erreichen. Foto: Elisa Zander

Eschweiler. Starke Farben, eine markante Pinselführung und erzählerische Motive – Bilder dieser Art sind derzeit in der Friedenskirche an der Friedrichstraße zu sehen. Dort findet während der Passionszeit bis Ostern eine Ausstellung statt, die Anforderungen an die Besucher stellt.

Pfarrer Thomas Richter fordert die Besucher zu einem Dialog auf mit den Bildern der in Eschweiler lebenden Künstlerin und Autorin Maria Therese Löw.

Bilder zur Passionszeit als Erinnerung an den Leidensweg Christi rufen wieder ins Bewusstsein, dass Jesus für die Sünden gestorben ist. Die Künstlerin möchte mit ihren Bildern einen Bezug herstellen zur Passionszeit. Der Betrachter soll hautnah und direkt berührt sein von der dargestellten Gefühlskälte inhumanen Verhaltens als Zeichen der aktuellen Gegenwart.

Mit der Wahl der Sujets möchte sie den Betrachter in ihre diagnostizierenden sozial-kritischen Reflexionen im ethisch–moralischen Bereich einbeziehen, Antworten und Handlungen provozieren, sensibilisieren, das Bewusstsein verändern.

Maria Theres Löw studierte Kunst und Germanistik. Der Leidenschaft der Malerei ist sie seitdem treu geblieben. „Kunst und Literatur sind mein Leben“, sagt sie. In ihrer Malerei in Acryl diagnostiziert sie Missstände und verdeutlicht exemplarisch Negativverhalten, speziell im Hinblick auf Kinder und Erwachsene.

Die Farbenvielfalt mancher Bilder fesselt zunächst den Blick und zwingt den Betrachter, genauer hinzuschauen und hinter der Welt der bunten Oberfläche die Schattenseite des Lebens zu erkennen, die sich nicht nur in der zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt, sondern auch im Umgang mit Tieren.

Die moralische Funktion der Kunst zeigt sich hier in den ausgestellten Bildern drastisch mit dem Hinweis, den Betrachter durch bewusstes Hinschauen und im Dialog für Ethik und Moral erneut zu sensibilisieren und humanes Handeln erneut in das Bewusstsein zu rufen.

Klassen der Barbaraschule haben bereits einen Besuch in der Friedenskirche bei Pfarrer Richter angemeldet. Wer ebenfalls eine Terminvereinbarung für Gruppen oder Einzelbesucher vornehmen möchte, kann dies mit Thomas Richter unter Telefon 33374 (auch Anrufbeantworter) und Maria Therese Löw unter Telefon 64040 absprechen. Ansonsten kann die Ausstellung bis einschließlich Ostersonntag nach den Messen in der Friedenskirche besichtigt werden.

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