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Bilanz: Viele Einsätze von einem Toten bis zur Katze im Baum

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Eschweiler. Der Silvestertag war für die Feuerwehr alles andere als ruhig. Zur Unterstützung der Polizei waren Rettungsdienst und Feuerwehr beim Tötungsdelikt an der Bourscheidtstraße von 10.51 bis 13.17 Uhr vor Ort. Dort wurde ein 78 Jahre alter Mann in seiner Wohnung getötet.

Die Staatsanwaltschaft Aachen und eine Mordkommission der Polizei Aachen haben die Ermittlungen aufgenommen. Bis 19.30 Uhr gab es elf (Vorjahr neun) Einsätze im Rettungsdienst, ein Feuer sowie zwei Hilfeleistungen.

Um 13.41 Uhr erforderte ein Wohnungsbrand in der August-Thyssen-Straße den Einsatz der Hauptwache sowie der Löschzüge Röhe und Stadtmitte. Auf einem Balkon im ersten Obergeschoss des Mehrfamilienhaus brannte es bereits so stark, dass die Flammen ins darüberliegende Geschoss überzugreifen drohten. Ein Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer schnell löschen. Dennoch entstand ein Schaden von rund 5000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Eine Anruferin aus St. Jöris erbat um 14.38 Uhr die Hilfe der Feuerwehr „Am Klosterhof“, wo eine Katze seit Montagabend in einem hohen Baum saß und sich nicht wieder heruntertraute. Leider konnten die Wehrleute auch mit der Drehleiter den Baumwipfel nicht erreichen, so dass man den „Katzeneignern“ nur einige Ratschläge geben konnte, wie man eventuell die Katze anlocken könne.

Kleidercontainer brennt

Nachdem sich das Dienstgeschehen am späten Nachmittag etwas beruhigt hatte, stieg es dann dennoch gegen Mitternacht kontinuierlich an.

So war es den meisten Feuerwehrleuten, die in diesem Jahr erstmalig von 19 bis 3 Uhr von acht freiwilligen Kameraden der Löschzüge Stadtmitte unterstützt wurden nicht vergönnt, den Jahreswechsel auf der Wache zu erleben. Um 23.55 Uhr wurde der Brand eines Kleidercontainers an der Luisenstraße gemeldet. Dort waren vermutlich Brandstifter am Werk.

Während dieser Einsatz noch abgearbeitet wurde lief ein nächster Feueralarm um 0.23 Uhr aus der Breslauer Straße in Dürwiß ein. Dort brannte ein etwa zehn Meter hoher Lebensbaum direkt an einem Hausgiebel. Von der Luisenstraße rückten direkt einige Kräfte dorthin ab, weiterhin wurde der Löschzug Dürwiß alarmiert. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, ehe die Flammen auf den Dachstuhl übergreifen konnten. Brandursache waren in diesem Fall vermutlich Silvesterknaller.

Gegen 1 Uhr konnten dann kurz alle Einsatzkräfte auf der Feuerwache das neue Jahr begrüßen, dass mit genügend Arbeit für die Feuerwehr begonnen hatte, da neben den Feuerwehreinsätzen auch parallel mindestens zwei Rettungswagen – teilweise auch vier Fahrzeuge – bei Rettungsdiensteinsätzen eingesetzt waren.

Um 2.19 Uhr brannte – aus bisher ungeklärten Gründen – eine gelbe Tonne vor einem Haus an der Aachener Straße. Die Eigentümer hatten bereits erste Löschmaßnahmen eingeleitet, so dass die Einsatzkräfte nur noch nachlöschen mussten.

Der Brand eines Baumstumpfes am Grünen Weg erforderte um 3.13 Uhr den Einsatz der Feuerwehr. Auch hier waren vermutlich Knallkörper die Brandursache.

Um 5.51 Uhr mussten auch Feuerwehrkräfte zur Unterstützung des Rettungsdienstes zu den Königsbenden ausrücken, wo drei Verletzte zu versorgen waren. Hierbei unterstützten auch die Kollegen der Feuerwehr Stolberg, da alle Eschweiler Rettungsfahrzeuge im Einsatz waren. Gegen 7.05 Uhr kehrten dann erstmals in dieser Nacht alle Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr zur Wache zurück, um den Dienst zu beenden.

Alkohol und Schlägereien

Das Fazit der Silvesterschicht zieht Einsatzleiter Axel Johnen: „Im Vergleich zum vorigen Jahreswechsel haben sich die Einsatzzahlen fast verdoppelt, vor allem die „feierbedingten“ Einsatzanlässe „Alkohol“, „gestürzte Person“, „Schlägereien“ waren in diesem Jahr wieder vermehrt feststellbar. Eine Person verletzte sich beim Umgang mit Silvesterknallern und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Bewährt hat sich die Verstärkung der hauptamtlichen Einsatzkräfte, da teilweise Paralleleinsätze zu bearbeiten waren und auch der Rettungsdienst in diesem Zeitraum sehr stark beansprucht war. Neben den hohen Einsatzzahlen an den Weihnachtsfeiertagen war auch der Jahreswechsel von einer starken Beanspruchung der Einsatzkräfte geprägt.“

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