Bewohner müssen immer wieder in der Kälte sitzen

Von: Katrin Fuhrmann
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Maria und Andrea Johnen wollen ein klärendes Gespräch mit Vermieter, Hausmeister und Hausverwaltung. Im Sommer wollen sie endlich mal den Garten nutzen. Foto: Katrin Fuhrmann

Eschweiler. Mieter der Eisenbahnstraße 11 sind in diesen Tagen zunehmend verärgert. In den vergangenen Wochen kam es nach Angaben der Bewohner des Hauses immer wieder vor, dass sie im Kalten sitzen mussten, weil die Öltanks leer waren.

Dies sei in den vergangen Jahren schon häufig vorgekommen, obwohl Hausmeister Cetin Aydin der Hausverwaltung immer frühzeitig Bescheid gesagt habe, dass neues Öl nötig ist.

„Wir rufen immer wieder bei der Hausverwaltung an. Doch es ändert sich nichts“, beklagt eine Mieterin. Im Haus wohnen auch ältere Damen und ein Säugling, für die die Kälte gesundheitliche Folge haben könnte. Zwar sei am Montag dann endlich neues Öl gekommen, doch gerade einmal 3000 Liter, obwohl die Tanks rund 10.000 Liter fassen. „Jeder Mieter zahlt im Monat um die 140 Euro Heizkosten. Wir wissen einfach nicht, was mit unserem Geld passiert“, sagt Elisabeth Jakobs-Stojanovski.

Das fehlende Öl ist zudem nicht das einzige Problem der Mieter. Mittlerweile würden ihre Anrufe bei der Hausverwaltung gar nicht mehr weitergeleitet. Immer wieder käme es vor, dass einfach aufgelegt werde. In den vergangenen Monaten wurden auch immer wieder Briefe an die Hausverwaltung geschickt, in denen die Mieter Fragen und Probleme schilderten – bislang ohne Rückmeldung. Auch die Nutzung des Gartens und des Wäschekellers ist den Mietern untersagt, und das, obwohl die Nutzung laut Hausordnung gestattet ist und die Mieter monatliche Kosten für die Gartenpflege zu tragen haben. Hinzu komme, dass immer noch keine Rauchmelder sowohl in den Wohnungen als auch im Hausflur installiert worden seien. Nach dem schweren Kellerbrand im Frühling 2012 hatte man den Mietern die Installation der Rauchmelder zugesichert. Viele Mieter, die zum Teil schon seit Jahren in dem Haus wohnen, bemängeln zudem, dass die Nutzung der gelben Tonne nicht gestattet sei.

„Uns stehen eigentlich acht gelbe Tonnen zur Verfügung. Alle Tonnen sind aber im Keller verschlossen, so dass wir gar keinen Zugang dazu haben“, sagt Maria Johnen. Laut Anwohner würden sich Vermieter, Hausmeister und Hausverwaltung gegenseitig die Schuld zuschieben. Keiner fühle sich für etwaige Probleme verantwortlich, so die Mieter. Der Unmut der Anwohner steigt inzwischen.

Hausverwaltung äußert sich nicht

Nicht zuletzt liegt das daran, dass vergangene Woche eine schwangere Mieterin vor dem Haus gestürzt ist. Der Grund: zum wiederholten Mal sei der Zugang zum Haus nicht vom Eis befreit worden. Auf mehrfache Anfrage der Redaktion wollte sich die Hausverwaltung zu diesem Thema nicht äußern. Die Anwohner bemühen sich weiter um Hilfe und eine Antwort der Hausverwaltung – bislang ohne Erfolg. Inzwischen wurde ein Anwalt hinzugezogen.

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