Bewegende Worte beim Bürgermeisterempfang

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Bürgermeister Rudi Bertram (SPD) hatte am Freitagabend nachträglich zu seinem 60. Geburtstag in den Eschweiler Ratssaal eingeladen.

Eschweiler. Es war ein Bürgermeisterempfang mit denkwürdigen Reden – auch wenn sich zunächst noch keiner der Beteiligten bewusst war, wie aktuell die ausgesprochenen Worte sein sollten. Bürgermeister Rudi Bertram (SPD) hatte am Freitagabend nachträglich zu seinem 60. Geburtstag in den Eschweiler Ratssaal eingeladen.

Einige hundert Gäste folgten einer bewegenden Rede des Eschweiler Bürgermeisters, in der er über seine Herkunft, sein Elternhaus und die Motivation seines Handelns sprach. Vor allem aber hob er hervor, dass ihm bewusst sei, „wie privilegiert ich aufgewachsen bin. Ich gehöre zur ersten Generation, die keinen großen Krieg erlebt hat. Bei allen Problemen, die wir haben, sollte dieses Privileg niemand vergessen.“

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), ein enger Vertrauter Bertrams, griff den Gedanken des Eschweiler Bürgermeisters auf: „Wir Europäer müssen endlich wieder verstehen, dass der Frieden nicht aus der Steckdose kommt. Wenn wir mit der Europäischen Union, die der Garant für den Frieden auf dem Kontinent ist, weiterhin so geringschätzend umgehen, werden die Generationen nach uns, wieder ganz andere Entscheidungen treffen müssen.“ Gut 60 Minuten später startete die Anschlagsserie in Paris.

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