Bestandsbericht über Sportstätten scheitert am Personal

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler. Seit langem besteht der Wunsch der Ratsparteien, einen Sportförderplan und ein Sportstättenkonzept für Eschweiler auf den Weg zu bringen. Dass dies bisher noch nicht passiert ist, hat einen ganz einfachen Grund.

„Es fehlen die personellen Voraussetzungen“, teilt die Amtsleiterin für Schulen, Sport und Kultur, Petra Seeger mit. Dies gelte sowohl für das von ihr verantwortete Schulamt, als auch für das Bauverwaltungsamt. Aktuell seien erst 25 Prozent der Sportstätten erfasst. Seeger hofft, dass man im zweiten Halbjahr Ergebnisse vorlegen kann.

Bernd Schmitz von der CDU äußerte in der Sitzung des Sportausschusses Zweifel daran, ob dieses Ziel erreicht werden könne. Der Auftrag an die Stadtverwaltung lautet, die Sportstätten und deren Zustand sowie die Nutzungszeiten aufzulisten. Dafür sind sowohl das Schulamt als auch das Bauverwaltungsamt zuständig. Diese Grundlagen sollen genutzt werden, um ein Sportstättenkonzept zu erstellen.

Der neue Standort des Minispielfelds in Hehlrath ist hingegen noch nicht geklärt. Der neue Vorstand der Sportfreunde Hehlrath schrieb die Stadtverwaltung an und nannte nun eine alternative Fläche.

Ursprünglich sollte die Anlage am Sportplatz „Am Maxweiher“ ab- und im Weisweiler Park wieder aufgebaut werden. Den Vorschlag der Sportfreunde lässt die Stadtverwaltung nun prüfen.

Es sind allerdings noch Hürden zu nehmen, wie Petra Seeger mitteilte. So müsste der Flächennutzungsplan angepasst werden, um die Anlage an neuer Stelle in Hehlrath zu belassen. Da ein Anwohner erfolgreich gegen die Nutzung des Kleinspielfeldes in Kinzweiler geklagt hatte, konnten die Sportfreunde die Fläche seit Jahren nicht nutzen.

Die Kommunalpolitiker reagieren allerdings zurückhaltend. Man wolle zwar die Prüfung der Stadtverwaltung abwarten, allerdings liege ein Beschluss vor, meinte Ugur Uzengelis von der SPD. Auch die Christdemokraten schlugen in die gleiche Kerbe: „Man kann nicht bei jedem Wechsel im Vorstand grundsätzlich Beschlüsse in Frage stellen“, meinte Helmut Brief (CDU). Vor Monaten entschieden sich die Ratsvertreter, die Anlage in Weisweiler zu errichten.

Finanziell scheinen die Sportvereine hingegen auf Rosen gebettet: Auch im vergangenen Jahr wurde nicht die komplette Summe der möglichen Förderung von Sportgeräten abgerufen. Lediglich zwei Vereine stellten einen Antrag und erhielten Zuschüsse: der SCB Laurenzberg und der FC Germania Dürwiß. 615,30 Euro wurden auf das Konto der Germania für die Anschaffung von Jugendfußball- und Minitore überwiesen. 155,40 Euro lautete die Summe, die man dem SCB im vergangenen Jahr für zwei Tornetze zahlte. Im städtischen Haushalt standen insgesamt 4000 Euro zur Verfügung. Lediglich 770,70 Euro wurden abgerufen.

Zwar hat die Stadtverwaltung bei den Etatberatungen vorgeschlagen, die Fördersumme zu kürzen, allerdings schlossen sich die Parteien dieser Haltung nicht an. „Wir gehen davon aus, dass viele Vereine nicht wissen, dass es Fördermittel gibt“, meinte der Sportausschussvorsitzende Oliver Liebchen (SPD). Allerdings habe er wenig Verständnis dafür, wenn geklagt werde, dass man nichts für die Unterstützung der Vereine unternehme. „Es ist sicherlich nicht zu viel verlangt, entsprechende Formulare für einen Zuschuss auszufüllen“, meinte er. Die Gesamtsumme bleibt also weiterhin bestehen.

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