Besserwisser und Ballonseide: Bastian Bielendorfer im Talbahnhof

Von: cheb
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Bastian Bielendorfer punktete mit einer Menge an kuriosen Anekdoten. Foto: Christian Ebener

Eschweiler. Er ist „Lehrerkind der Stufe 3“, Diplompsychologe und Stand-up-Comedian Bastian Bielendorfer hat eine äußerst lebendige Vita vorzuweisen und auch viele Geschichten zu erzählen. Mit seinem humorvollen Stil und pointierten Erinnerungen begeisterte er nun das Publikum im Talbahnhof.

Bereits die Geschichte, wie er Bekanntheit erlangte, sorgte für die ersten Lacher. Alles begann bei „Wer wird Millionär“, wo er auf seinen Vater – der noch Bestandteil vieler Gags an diesem Abend sein sollte – als Telefonjoker vertraute. Klar, denn als „Lehrerkind der Stufe 3“ ist er mit einer Familie voller Lehrer und Besserwisser gesegnet.

Der Anruf bei seinem Vater ging in die Geschichte der Sendung ein – erst ging er nicht ans Telefon, dann beantwortete er in nur wenigen Sekunden die Frage und legte zum Erstaunen von Günther Jauch und dem Publikum kommentarlos auf.

So nutzte Bielendorfer auch die Chance, um auf sein Buch über sein Lehrerkind-Dasein aufmerksam zu machen, das ein Verlag dann auch veröffentlichen wollte. Das einzige Problem: Es gab zu dem Zeitpunkt noch keine einzige Seite. Das in aller Eile erarbeitete Manuskript schoss dann auf Platz 1 der Bestseller-Liste und brachte ihm schließlich auch die ersten Auftritte ein.

Die Menge an solchen kuriosen Geschichten über seine schräge Familie sorgte von Anfang an für gute Stimmung im Talbahnhof. Kein Wunder, denn auch zahlreiche Lehrer waren im Publikum und amüsierten sich kräftig über die Pointen über ihren Berufsstand.

Ob nun Sportlehrer „Sadisten in Ballonseide“ sind, die Bielendorfer durch die „Qualen der Bundesjugendspiele“ trieben oder er sich als Erwachsener mit seinem Neffen – Waldorfschüler Ludger – quälen muss: Mit viel Liebe zum Detail wechselte er zwischen Themen und Zeiten. Immer wieder dabei: Bielendorfers Vater, der mit seinen Schrullen seine Mitmenschen so manches Mal zur Verzweiflung trieb.

So hielt er auf der Hochzeit seines Sohnes eine eher deprimierende Rede, die dieser nutzte, um in ähnlichem Stil ein Paar im Publikum zu trauen. Klar, dass er damit die Gäste auf seine Seite ziehen konnte.

Nach zwei Stunden verabschiedete er sich aus der Indestadt. Natürlich nicht ohne Werbung für sein neues Buch „Vater ruft an – Standleitung zum Lehrerkind“ zu machen.

Dass er damit bereits sein viertes Buch veröffentlichen kann, zeigt, dass noch viele Anekdoten darauf warten vom Lehrerkind erzählt zu werden.

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