Besonders günstig baut es sich in Hücheln

Von: Patrick Nowicki
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Das ca. 3,7 ha große Baugebiet „Neue Höfe Dürwiß“ liegt zwischen der „Sebastianusstraße“, der „Friedrich-Ebert-Straße“ und der „Karl-Arnold-Straße“ im östlichen Randbereich von Dürwiß. Bei dem Gelände handelt es sich überwiegend um einen früheren Sportplatz. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Neue Höfe Dürwiß, das Areal an der Ackerstraße in Kinz­weiler, die Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks – in Eschweiler boomt die Bauwirtschaft. An den Richtwerten für Grundstücke lässt sich das an manchen Stellen ablesen, welche Wohnquartiere besonders beliebt sind.

Der Gutachterausschuss der Städteregion Aachen legte nun die neuen Zahlen vor, die unterstreichen: Eschweiler bleibt ein attraktiver Wohnstandort. Wer in Dürwiß ein Grundstück erwerben will, der muss in der Regel 200 Euro pro Quadratmeter bezahlen, ein Areal in Kinzweiler kostet im Schnitt 165 Euro pro Quadratmeter. Den günstigsten Baugrund kann man in Weisweiler (125 Euro) und Hücheln (120) erwerben.

Der Bodenrichtwert orientiert sich an dem im vergangenen Jahr durchschnittlich gezahlten Quadratmeterpreis für Land. Der jährlich fortgeschriebene Wert, den der Gutachterausschuss ermittelt, ist nicht bindend, sondern dient nur der Orientierung. Letztlich gilt auch beim Grundstückskauf das Marktgesetz von Angebot und Nachfrage. Schließlich spielen beim Erwerb auch andere Faktoren eine Rolle: Erschließungszustand, spezielle Lage, Art und Maß der Nutzung, Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgestalt sowie die Grundstückstiefe und -größe.

Dass die Indestadt als Standort derzeit hoch im Kurs liegt, bestätigt auch der Bürgermeister Rudi Bertram: „Die Nachfrage ist ungebrochen.“ Die Stadt wolle aus diesem Grund weitere Gebiete ausweisen. Zu den bereits bestehenden Bauarealen kommen in naher Zukunft das ehemalige Indestadion, das bereits vom Stadtrat auf den Weg gebracht wurde, sowie als sogenanntes Mischgebiet für Wohn- und Gewerbehäuser die städtische Fläche an der Gracht- und Feldstraße.

Erst vor wenigen Tagen gaben die Kommunalpolitiker grünes Licht für die Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks. Damit soll jedoch nicht Schluss sein, denn Richtung Kraftwerk bestehen am IGP weitere Möglichkeiten zu erweitern. Der Verwaltungschef denkt an ein Gewerbegebiet, in dem auch kleinere Unternehmen untergebracht werden können.

Seit Jahren bewegen sich die Preise für Gewerbeflächen auf gleichem Niveau. Wer an der Auerbachstraße unmittelbar an der Autobahnauffahrt ansiedeln möchte, muss 100 Euro pro Quadratmeter hinblättern. Im Gebiet Aue und Wilhelmshöhe müsste er nur ein Viertel der Summe für die gleiche Fläche ausgeben. Mit 30 Euro bewegt sich der Quadratmeterpreis im IGP im unteren Bereich, allerdings sind die Flächen dort deutlich größer als in anderen Gebieten.

Große Unterschiede bestehen bei den Werten für die Bauflächen der Innenstadt: Während ein Grundstück an der Grabenstraße mit 450 Euro pro Quadratmeter die höchste Summe in Eschweiler erzielt, ist der Boden an der Röthgener Straße gerade einmal 190 Euro im Schnitt wert. Der Gutachterausschuss unterteilte die Innenstadt in 15 Bereiche mit unterschiedlichen Bewertungen.

„Losgelöst von den Flüchtlingen steigt die Einwohnerzahl“, berichtet Bertram und sieht auch darin den Weg bestätigt, immer wieder neue Möglichkeiten für Bauwillige zu schaffen. Aktuell werden vor allem die Siedlung „Faktor x“ in Dürwiß und an der Ackerstraße in Kinzweiler vermarktet. „Auch ohne große Werbung erhalten wir regelmäßig Anfragen“, sagt Bertram. Gespräche mit Immobilienmaklern bestärkten bei ihm den Eindruck, dass hochwertige Wohnungen in Eschweiler gesucht werden.

Deswegen dürfe man nicht nachlassen und müsse weitere Flächen ausweisen. Brachflächen in der Innenstadt sollen entwickelt werden. Allerdings baut sich dort immer eine Hürde auf: Die Stadt muss mit dem Eigentümer zu einer Lösung kommen. Wie schwierig dieser Teil des Flächenmanagements ist, belegen seit Jahren leidvoll die Verhandlungen um die Zukunft von City-Center und Hertie-Immobilie am Fuße des Eschweiler Rathauses.

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