„Berufsorientierung“: Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Von: ran
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Aufmerksame Zuhörer: Zahnarzt Dr. Thomas Heil von der Zahnärztekammer Nordrhein skizzierte vor Schülern des Berufskollegs Eschweiler den Weg zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein Schulabschluss ist die Voraussetzung, um eine berufliche Laufbahn einzuschlagen. Doch in welche Richtung diese gehen soll, ist vielen Schülern auch bei der Entgegennahme des Zeugnisses oft noch vollkommen unklar.

„Die Erfahrung zeigt aber, dass Jugendliche, die klare Berufsvorstellungen haben, meist schon in der Schule erfolgreicher sind“, erklärt Evi Spennes, Lehrerin am Berufskolleg Eschweiler. „Deshalb sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, unsere Schüler so früh als möglich an das Berufsleben heranzuführen“, ergänzt die Pädagogin.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, veranstalteten die Verantwortlichen des Berufskollegs um Schulleiter Thomas Gurdon, dessen Stellvertreter Christoph Happe sowie die beiden Organisatoren Evi Spennes und Uwe Scheunemann nun erstmals die Projekttage „Berufsorientierung“. Zwei Tage lang stellten Vertreter zahlreicher Ausbildungsbetriebe und Institutionen wie der Zahnärztekammer Nordrhein oder der Finanzverwaltung NRW insgesamt 230 Schülern der Höheren Handelsschulen (HöHa) sowie der Berufsfachschulen Technik (HöTech) unterschiedlichste Berufsbilder vor.

Darüber hinaus präsentierten Mitarbeiter der Fachhochschule Aachen mögliche Studiengänge. „Seit einigen Jahren nimmt der Anteil der Schüler, die nach ihrem Abschluss an unserem Berufskolleg den Weg in Richtung Fachhochschule einschlagen, deutlich zu“, erläutert Christoph Happe.

Der stellvertretende Schulleiter nennt als Zielsetzung der Projekttage, den Blickwinkel der Schüler in Sachen berufliche Zukunft zu erweitern. „Auf der einen Seite ist es für junge Menschen sicherlich schwierig, angesichts der großen Zahl von Berufsbildern und Möglichkeiten, den Überblick zu behalten. Andererseits geht der Blick oftmals auch zu sehr in eine bestimmte Richtung.“

Für Evi Spennes und Uwe Scheunemann ist vor allem wichtig, den Schülern den direkten Kontakt zu möglichen Arbeitgebern zu ermöglichen. „Ausbildungsbörsen und Berufsmessen haben selbstverständlich ihren Nutzen. Doch nicht selten bleibt es beim Austausch von Flyern“, sagt Spennes.

Im Verlauf der Projekttage treffen Betriebe, die heutzutage nicht selten über einen Mangel an Fachkräften klagen, und womöglich angehende Fachkräfte aufeinander. Dass dabei auch Teilzeitschüler, die am Berufskolleg Eschweiler den schulischen Teil ihrer dualen Ausbildung absolvieren, ihre Tätigkeiten vorstellten, verringerte die Distanz zwischen Vortragenden und Zuhörern.

„Im Vorfeld war die Resonanz bei den Firmen, Betrieben und Institutionen, die wir angesprochen haben, derart groß, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren eine Fortsetzung des Projekts geben wird“, blickt Spennes bereits in die Zukunft.

Bereits Praktika vermittelt

Schließlich konnten die Organisatoren schon vor Ende der Premierenveranstaltung Erfolgserlebnisse verzeichnen. „Unsere Unterstufenschüler aus der HöHa sowie der HöTech absolvieren im Januar und Februar ihre Praktika. Einige Praktikastellen konnten während der Berufsorientierungstage bereits vermittelt werden“, berichtet die Lehrerin.

Ein weiterer Baustein des Vorhabens, den Schülern den Weg in die Ausbildung oder in ein Studium zu erleichtern, lautet, auch die vielen Möglichkeiten, die die Berufskollegs bieten, bekannter zu machen. „Bei zu vielen Verantwortlichen anderer Schulformen sind die Wege, die zu bestimmten Schulabschlüssen am Berufskolleg führen, die wiederum den Einstieg ins Berufsleben erleichtern, komplett unbekannt“, spricht Christoph Happe aus Erfahrung.

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