Berufskolleg-Schüler fahren in die Europäische Akademie

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Deutsche und Russen waren gemeinsam in der Europäischen Akademie in Otzenhausen.

Eschweiler. Nachdem 14 russische Gäste des Berufskollegs Eschweiler sechs Tage mit ihren Gastschülern in Eschweiler und Umgebung verbracht hatten, fuhren sie gemeinsam mit der WHW12A, einer Unterstufenklasse der Höheren Handelsschule, zur Seminararbeit in die Europäische Akademie nach Otzenhausen. Während diese Treffen in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der französischen Partnerschule aus Albert durchgeführt wurden, konnten leider in diesem Jahr die französischen Partner aufgrund eines Schulleitungswechsels nicht teilnehmen.

So beschäftigte sich die knapp 40-köpfige Gruppe mit ihren Begleitern Olga Obratneva, Igor Savraev, Christoph Happe und Evi Spennes mit dem Thema „Nachhaltige Entwicklung interkulturell gesehen“ aus der deutsch-russischen Perspektive.

Im Politikunterricht waren im Vorfeld Präsentationen zur Problematik im näheren Umfeld erarbeitet worden. So stellte die deutsche Gruppe dar, welche Maßnahmen zum nachhaltigen Umgang mit Energie am Berufskolleg Eschweiler und im lokalen und regionalen Bereich ergriffen werden. Die russischen Schüler legten ebenfalls einen Schwerpunkt auf Möglichkeiten der Energieersparnis und präsentierten ein Energiesparhaus. Die Thematik der Nachhaltigkeit steckt aufgrund der Größe des Landes und der reichhaltig vorhandenen Bodenschätze in Russland noch in den Anfängen, stieß aber bei den russischen Gästen auf reges Interesse.

Einen weiteren Themenschwerpunkt stellte ein Vortrag von Thomas Schmidtgall von der Universität Saarbrücken zur „Interkulturellen Kompetenz“ als Schlüsselkompetenz für das Leben und Arbeiten in internationalen Kontexten dar. Ein Impulsvortrag der Seminarleiterin Eva Wessela zum „System Erde“ leitete die Gruppe zu detaillierteren Auseinandersetzungen mit einzelnen Schwerpunktthemen an.

So wurde zum Beispiel untersucht, wie groß der „ökologische Fußabdruck“ der einzelnen Seminarteilnehmer ist und welchen Weg eine Jeans auf ihrem Produktionsweg zurücklegt. Selbstkritisch mussten die meisten feststellen, dass der Umgang mit den Ressourcen unserer Erde viel zu sorglos erfolgt.

Starke Betroffenheit

Ein besonderer Höhepunkt war die eintägige Fahrt nach Straßburg zum Europäischen Parlament und zum Europarat, wo in beiden Institutionen im Rahmen einer Führung die Funktionsweise dieser bedeutenden europäischen Institutionen erläutert wurde. Auch zum Besuch der Straßburger Innenstadt blieb noch ein wenig Zeit. So hatten die russischen Gäste während ihres Aufenthaltes die Möglichkeit, neben Deutschland, den Niederlanden und Belgien auch Frankreich zu besuchen.

Die Seminarauswertung am Ende der gemeinsam verbrachten Woche war durchaus positiv und alle Teilnehmer zeigten eine starke Betroffenheit. Im April nächsten Jahres werden die Schüler sich in Pskov vor Ort davon überzeugen können, wie in Russland mit der Thematik umgegangen wird. Das nächste Seminar in Otzenhausen ist für das Frühjahr 2014 zum Thema „Toleranz“ geplant und alle hoffen, dass auch die französischen Partner wieder mit dabei sein werden.

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