Eschweiler - Berufskolleg rechnet mit mehr als 430 „Neuen“

Berufskolleg rechnet mit mehr als 430 „Neuen“

Von: ran
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Praxisbezogener Unterricht: Auch über das am Berufskolleg Eschweiler angebotene Fach „Automatisierungstechnik“ konnten die Schüler während des Informations- und Anmeldetags bei Lehrer Uwe Scheunemann Wissenswertes in Erfahrung bringen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Das Bildungsangebot ist breitgefächert: Insgesamt 29 verschiedene Bildungsgänge bietet das Berufskolleg Eschweiler an. Beratung für mögliche zukünftige Schüler und auch deren Eltern tut also Not.

Gelegenheit, diese wahrzunehmen, bot der Informations- und Anmeldetag am vergangenen Samstag. Zwischen 9 und 13 Uhr bestand die Möglichkeit, Informationen zu sammeln und auch den entscheidenden Schritt in die Richtung eines bestimmten Bildungsgangs zu tun.

Zahlreiche Veränderungen

„Durch die neue Prüfungsordnung haben sich im Vergleich zu den Vorjahren zahlreiche Veränderungen ergeben. Das Ziel lautet, die Schüler noch schneller in den Beruf oder in die Ausbildung zu bringen. Deshalb gilt es, viel zu erklären, damit wir unsere Hauptaufgabe, die Schüler bestmöglich auf ihren weiteren Weg vorzubereiten, das beinhaltet zum Beispiel auch die Ausbildung mit integriertem Studium, erfüllen können“, betont Schulleiter Thomas Gurdon. Kein ratsuchender Schüler dürfe den Informations- und Anmeldetag ohne Angebot verlassen.

„Dieser Ratschlag kann natürlich auch der Hinweis auf eine andere Schule sein. Denn auch 29 Bildungsgänge unter einem Dach bedeuten natürlich nicht, alle Bildungsgänge in einem Haus anbieten zu können. So verfügen wir hier am Berufskolleg Eschweiler nicht über die Höhere Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen. Dieser Bildungsgang ist in Stolberg sowie an der Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen beheimatet“, unterstreicht Thomas Gurdon die Bedeutung der Kooperation der Berufskollegs der Städteregion Aachen. „Wichtig ist natürlich auch, in den Gesprächen mit Schülern und Eltern darauf hinzuweisen, die Chancen realistisch einzuschätzen“, verdeutlicht der Schulleiter. Durch die neuen Bildungspläne (früher Lehrpläne), die eine gesetzliche Vorgabe der Landesregierung darstellen, veränderten sich gewisse Strukturen innerhalb der Bildungsgänge.

Kein Abschluss ohne Anschluss

„Klar muss aber sein, dass sich dadurch die Menschen, die wir hier begrüßen, nicht verändern. Die Schüler kommen mit den gleichen Wünschen und Vorstellungen zu uns“, gibt Thomas Gurdon zu bedenken. Das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ziele unter anderem auch darauf, die Übergänge von Schulform zu Schulform flacher zu gestalten, ergänzt der stellvertretende Schulleiter Christoph Happe. So gehe das Berufsgrundschuljahr zukünftig in der Berufsfachschule auf. „Dies führt letztlich schneller zu höheren Abschlüssen. Ein durchaus stimmiges Konzept“, betont Christoph Happe.

Eine weitere größere Herausforderung sehen die Verantwortlichen des Berufskollegs Eschweiler in der Bildung von internationalen Förderklassen. „Es werden zahlreiche unbegleitete jugendliche Flüchtlinge auch nach Eschweiler kommen. Dieser Tatsache wird sich keine Schule verschließen können, schon gar nicht moralisch“, weiß Thomas Gurdon, dass in dieser Hinsicht riesiger Bedarf besteht.

Im laufenden Schuljahr gibt es eine internationale Förderklasse. „Der Plan lautet, im Schuljahr 2015/2016 eine zweite Klasse einzurichten“, blickt der Schulleiter nach vorne. „Es ist unsere Pflicht, diese junge Menschen, die Dinge erlebt haben, die wir uns wahrscheinlich kaum vorstellen können, zu unterstützen, ihre Traumata abzubauen, die deutsche Sprache und Kultur kennenzulernen, sich in Deutschland zurecht zu finden. Wobei auch klar sein muss, dass bei dieser großen Aufgabe alle an einem Strang ziehen müssen.“

Auch Online-Anmeldung

Sorgen, dass die Gesamtzahl ihrer Schüler im kommenden Schuljahr abnehmen wird, müssen sich die Lehrer des Berufskollegs übrigens wohl nicht machen: „Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Anmeldungen bei etwa 430. Es sieht so aus, dass diese Zahl erneut erreicht und vielleicht sogar leicht gesteigert werden kann“, gab Dirk Kantlehner, der den Informations- und Anmeldetag organisierte, im Laufe des Samstagvormittags eine optimistische Prognose ab. Bis einschließlich Freitag, 27. Februar, haben Interessenten noch die Gelegenheit, sich am Berufskolleg Eschweiler, auch online, anzumelden. „In Ausnahmefällen können auch Nachzügler noch Plätze ergattern. Aber generell gilt, je früher die Anmeldung, desto besser“, so Dirk Kantlehner.

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