Berufskolleg: Mehr Beratung, um Schülern Weg zu ebnen

Von: Andreas Röchter
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Vergrößern zur Freude von Schulleiter Thomas Gurdon (rechts) das Beratungsangebot für die zukünftigen und aktuellen Schüler des Berufskollegs Eschweiler: Evi Spennes ist Koordinatorin der zweijährigen Berufsfachschule FHR für die Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung, Uwe Scheunemann koordiniert den Bereich Technik. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Zahlreiche Wege führen Richtung Wunschberuf: Nicht weniger als 34 verschiedene Abschlüsse können sich Schüler an den Berufskollegs der Städteregion Aachen zum Ziel setzen. „Damit sind wir in der Lage, jeden Schüler dort abzuholen, wo er steht, und jeden Schüler dahin zu bringen, wo er hin möchte“, unterstreicht Thomas Gurdon, Leiter des Berufskollegs Eschweiler.

Dort erfreut sich nicht zuletzt der schulische Teil der zweijährige Berufsfachschule FHR, die die Fachbereiche Wirtschaft und Verwaltung sowie Technik umfasst und in Verbindung mit dem 24 Praktikumswochen umfassenden praktischen Teil zur Fachhochschulreife führt, großer Beliebtheit.

Nachdem der ehemalige Bildungsgangleiter Peter Haepp zum Ende des zurückliegenden Schuljahres in den Ruhestand trat, fand am BKE eine Umstrukturierung statt, um den Schülern weitere Beratungsangebote machen zu können. Mit Evi Spennes (Wirtschaft und Verwaltung) und Uwe Scheunemann stehen nun zwei Koordinatoren an der Spitze der Beratungskette.

Darüber hinaus bilden im speziellen für die Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung die Lehrer Holger Diefenthal (Unterstufe) und Christian Thelen (Oberstufe) ein Bildungsgangleiter-Duo, während die beiden Profile des Bereichs Technik von Dagmar Steffens-Siebelink (Automatisierungstechnik) und Michael Joussen (Informationstechnik) abgedeckt werden. „Die Beratung ist nun auf mehrere Schultern verteilt und kann daher weiter intensiviert werden“, begründet Thomas Gurdon diese Schritte.

„Alles ist möglich“

Der Schulleiter betont, dass jungen Menschen, die den Abschluss der Berufsfachschule FHR in der Tasche haben, nahezu alle Wege offen stehen. „Ausbildung, duales Studium oder Studium – alles ist dann möglich!“ Und da immer mehr Schüler, die das Berufskolleg Eschweiler besuchen, mit einem anschließenden Studium liebäugelten, gehe die nun weiter optimierte Beratung auch bereits in Richtung Studienfachberatung, erläutert Evi Spennes.

Nicht zuletzt die Einführung des G8-Abiturs sei ein Einschnitt gewesen: „Immer häufiger wechseln Schüler nach ihrer Versetzung in die gymnasiale Oberstufe vom Gymnasium zu uns, um nach zwei Jahren ihr Fachabitur abzulegen.

So ist es möglich, im Alter von 17 Jahren die Fachhochschule zu besuchen und mit 20 den ersten Studienabschluss zu erlangen“, so die Pädagogin. Und auch in eigener Sache gelte es bei der Studienfachberatung zu werben: „Gerade im technischen Bereich ist der Nachwuchs an Lehrern für Berufskollegs sehr gering“, weiß Thomas Gurdon.

Generell sei eine „Praxisoffensive“ für Berufskollegs, die einen Unterricht umfasse, der sich immer mehr am beruflichen Alltag orientiere, angesagt. „So werden wir ab Beginn des Schuljahres 2016/2017 auch in der Fachrichtung Technik den Schülern die Möglichkeit geben, während des Unterrichts die Arbeit in Modellunternehmen kennenzulernen.

Im Bereich Wirtschaft und Verwaltung gibt es dies ja bereits“, blickt Uwe Scheunemann in die nahe Zukunft. Da die Bewerberzahlen in beiden berufsbildenden Bereichen weit hinter den zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen zurückblieben, sei dort ein enormes Potenzial für die Schüler vorhanden.

„Für uns lautet die Maßgabe, Theorie und Praxis immer weiter zu verknüpfen. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen verläuft dabei gut. In Kürze gehen die Berufsfachschüler FHR des Bereichs Wirtschaft und Verwaltung in ihre zweiwöchigen Pflichtpraktika.

Alle 150 Schüler haben einen Praktikumsplatz erhalten“, nennt Thomas Gurdon positive Zahlen. Und bald sollen die Angebote für Praktika noch attraktiver werden. „Im Februar stellen wir den Antrag, Teil des EU-Programms „Erasmus+“ zu werden, in dem auch Praktika im Ausland vermittelt werden können“, berichtet Evi Spennes.

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