Eschweiler - Berufsinformationsabende an der Liebfrauenschule

Berufsinformationsabende an der Liebfrauenschule

Von: ag
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Er weiß, worauf es beim Studi
Er weiß, worauf es beim Studium ankommt: Der Studienberater Wolfgang Loggen informierte über Anforderungen und Chancen. Foto: A. Gabbert

Eschweiler. Ist eine Ausbildung das Richtige oder eher ein Studium? Die Entscheidung für oder gegen einen Beruf fällt vielen Schülern nicht leicht. Deshalb bietet die Bischöfliche Liebfrauenschule bereits seit 30 Jahren alle zwei Jahre Informationsabende als Hilfe zur Berufsfindung an.

Zum Start am vergangenen Dienstag war Wolfgang Loggen, Leiter der Studienberatung der RWTH Aachen, in seine Heimatstadt gekommen, um rund 100 Schülern und Eltern zu erklären, was bei der Entscheidung für ein Studium zu beachten ist.

„Wenn Sie etwas studieren, schauen sie, ob sie auf den Beruf vorbereitet werden”, empfahl Loggen. Im Bereich der Naturwissenschaften brauche man sich nicht so sehr sorgen, was danach komme.

Im Bereich der Geisteswissenschaften hingegen gäbe es während des Studiums keine direkte Berufsorientierung. „Da besteht die Gefahr auf die Nase zu fallen”, warnte Loggen. Wer sich dafür entscheide, müsse die vorlesungsfreie Zeit nutzen, um über Praktika erste Berufserfahrungen zu sammeln. Außerdem müsse man wissen, dass man später selten in dem Fachbereich arbeite, den man studiert habe. Philosophen und Theologen etwa seien in allen Bereichen zu finden, zum Beispiel auch in der Verwaltung. Es gelte Nischen zu suchen und zu besetzen, sagte Loggen.

Neben dem Aufbau des Bachelor- und Masterstudiums erklärte der Studienberater vor allem, was für ein erfolgreiches Studium wichtig ist. Dazu gehört für ihn vor allem das Interesse und die Begeisterung für das Fach. Nur so könne die Motivation auf Dauer aufrecht erhalten werden. Kontaktfreude sei ebenso hilfreich, wie ein gutes Selbstmanagement und Eigeninitiative, da man nicht mehr wie in der Schule an die Hand genommen werde und es auch kaum Anwesenheitskontrollen gäbe. Wichtig sei aber auch, für Hilfsangebote offen zu sein und sie anzunehmen. Nicht zuletzt dürfte auch eine gute Portion Selbstvertrauen hilfreich sein.

Loggen warnte davor, sich von Erzählungen ehemaliger Studenten blenden zu lassen. Das Studium habe sich verändert, das Pensum sei größer geworden und man könne es sich kaum erlauben einmal nachlässig zu sein. Insbesondere die ersten Semester hätten es in sich, deshalb sei es besser sich auf den Einstieg zu konzentrieren und nicht nebenbei zu arbeiten. „Wenn das erste Jahr überstanden ist, wird die Gefahr eines Abbruchs drastisch kleiner.”

Die Berufsinformationsabende haben an der Liebfrauenschule einen hohen Stellenwert. „Man spürt, dass sie den Schülern eine kompetente Hilfe sind”, sagte H. Thomé. Viele Ehemalige würden immer wieder positive Rückmeldungen geben. Erst im Sommer habe ein Ehemaliger, der jetzt in Hannover als Wirtschaftsingenieur arbeitet, angeboten über seine Erfahrungen einen Vortrag zu halten. In diesem Jahr wird auch ein Schüler des letzten Abiturjahrgangs mit seinem Chef zu Gast sein, um Einblicke in seine neue Tätigkeit zu geben.

Die kommenden Infoabende finden jeweils um 19 Uhr im Neubau der Schule statt und dauern etwa 90 Minuten.

Am Donnerstag, 10. November, geht es um Humanmedizin, Journalistik, MATSE (Softwareentwicklerin - dualer Studiengang).

Am Montag, 14. November, werden die Berufsfelder Psychologie/Psychotherapie und Bachelor of Science im Versicherungswesen (dualer Studiengang) vorgestellt.

Die Berufsbilder Industriekaufmann/-frau mit Europaqualifikation, BWL (duale Ausbildung) und Ausbildungsberufe bei RWE Power stehen am Dienstag, 15. November, auf dem Plan.

Am Mittwoch, 16. November, informieren Praktiker über Architektur, E-Technik und die Uni Maastricht.

Für Donnerstag, 17. November, sind die Berufe Lehramt SI/SII, Grundschul-Lehramt, Bankkaufmann/-frau und Maschinenbau geplant.

Am letzten Termin - Mittwoch, 23. November, - wird über die Bundeswehr, Betriebswirtschaft (BWL) und Berufe im Krankenhaus berichtet.

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