Bertram: Fußballvereine sollen noch enger zusammenrücken

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Eschweiler. Im Interview zum Jahresende mit Redakteur Patrick Nowicki spricht Bürgermeister Rudi Bertram über das Sportstättenkonzept, den Blausteinsee und die Hertie-Immobilie.

Das Sportstättenkonzept ist auf den Weg gebracht worden. Was versprechen Sie sich davon?

Bertram: Wir haben, so glaube ich, eine erfolgreiche Fusion der Sportvereine Nothberg und Hastenrath hinbekommen. Ich weiß, dass weitere Gespräche mit Vereinen geführt werden. Und wir werden so viele Sportstätten zur Verfügung halten, wie es nötig ist. Die Leute wollen in der Stadt Sport treiben oder Kultur erleben. Mein Wunsch wäre es, Sport und Gesundheitswesen viel enger zu vernetzen. Weil körperliche Fitness zur Gesundheit beiträgt. Dafür müssen wir die Sportvereine und die Schulen noch mehr sensibilisieren.

Woran hakt es?

Bertram: Wir können uns im Moment nicht mehr absolut auf die Ehrenamtler zurückziehen. Die Kinder sind lange in der Schule und die Ehrenamtler haben durch Beruf und Familie andere Ansätze. Sportstätten und die Schwimmbäder werden wir behalten, denn auch das Freibad Dürwiß ist eine angemessene Sportstätte. Wir müssen aber bei Fußballanlagen noch mehr mit den Vereinen reden. Da müssen wir enger zusammenrücken, das geht nicht anders.

Wann ist das Thema Hertie-Immobilie erledigt?

Bertram: Da rede ich nicht mehr drüber, weil die Hertie-Immobilie am Boden liegt. Das muss alles abgerissen werden. Aber wir haben mit so vielen Investoren und Planern gesprochen, die ihre Schubladen vollliegen haben. Sie kommen nicht mit den Eigentümern klar.

Wir reden aber jetzt nicht über das City-Center?

Bertram: Man muss immer wieder aufpassen, da werden elegante Doppelpässe gespielt. Dahinter stecken knallharte und wirtschaftliche Interessen. Wenn sich die Eigentümer nicht bewegen, haben wir noch länger ein Problem.

Die Immobilie wird aber von Jahr zu Jahr wertloser...

Bertram: Der Markt ist aber im Moment günstig für die Eigentümer. Wir reden schließlich nicht nur von neuen Ansiedlungen von Gewerbe, sondern auch über Wohnungsbau.

Der Blausteinsee ist auch ein Dauerthema. Wo ist der Vorteil, die GmbH noch zu erhalten?

Bertram: Eine GmbH ist flexibler. Zudem will ich vermeiden, dass Steuerprobleme auf uns und die anderen Gesellschafter zukommen.

Aber die anderen Kommunen haben auch kein Geld, die GmbH zu unterstützen.

Bertram: Ich fordere da auch mehr regionales Denken. Wir gehören nach wie vor der Betreibergesellschaft des Flughafens Merzbrück an. Ich habe aber Verständnis für die anderen Bürgermeister und Räte, die kein Geld haben und deswegen nicht in den Blausteinsee investieren wollen. Ich gehe davon aus, dass die GmbH bestehen bleibt.

Welche Entwicklungen sind noch am See zu erwarten?

Bertram: Der Segelclub ist weiterhin interessiert, ein Bootshaus zu errichten. Das Projekt liegt auf unseren Schreibtischen. Wir sind auch weiter auf Investorensuche, um eine Wohnbebauung im kleinen Stil am See zu ermöglichen.

Was muss passieren, das 2016 für Sie ein gutes Jahr wäre?

Bertram: Wenn wir im nächsten Jahr hier sitzen und ich sagen kann, dass wir eine Balance geschaffen haben – zwischen dem großen Flüchtlingsproblem und den Wünschen der Bürger dieser Stadt, die nicht das Gefühl haben, sie wären vernachlässigt worden. Es ist meines Erachtens nach die große Aufgabe, die Menschen alle mitzunehmen. Und wenn das gelingt in 2016, dann haben Stadtverwaltung und Stadtrat einen sehr guten Job gemacht.

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