Bergraths Prinzengilde feiert ausgefallene Kostümsitzung

Von: zsa
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Die große Garde der Prinzengilde überzeugte mit flotten Tanzschritten und auch ein wenig Akrobatik. Foto: Sandra Ziemons

Berschroth. Wenn der Prinz auf dem Kreuzfahrtschiff Aida zur Bühne gefahren wird, dann kann man sich sicher sein, man ist bei der KG Prinzengilde Bergrath zu Gast. Schließlich ist es eine Tradition der KG, den Prinzen auf einem besonderen Gefährt zu transportieren.

So auch am Samstagabend – da hatte die Prinzengilde zur großen Kostümsitzung eingeladen und bot ihrem Publikum ein abwechslungsreiches Programm aus Tanz, Musik und Komik.

Nachdem die gesamte Prinzengilde auf die Bühne gezogen war, begrüßte Udo Mondry die Gäste im Festzelt an der Grundschule Weierstraße, er führte als Vizepräsident durch den Abend. Getreu dem diesjährigen Motto der Prinzengilde „Jäel Bajaasch, die Zukunft an der Hand“ präsentierte sich zum Auftakt der Sitzung unter Moderation von Kinderpräsidentin Lorena Breyer der Nachwuchs der KG: Die Gilde Gören, die Wilde Gilde, das Kindertanzpaar Lea Proft und Noah Bredohl sowie das Kindertanzmariechen Chiara Willems wirbelten über die Bühne. Für Begeisterungsstürme sorgte auch Unterhaltungskünstler Schmitz Backes alias Michael Backes. Auf seinem „Weg nach Las Vegas“ machte er auf seiner „internationalen Tournee“ nicht nur im „Sauerland, Helgoland und Kaufland“ Station, sondern auch in Bergrath. Schmitz Backes verzauberte das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes – zu seinen Kunststücken zählte auch, ein Ballontier in drei Sekunden zu formen: eine Schlange.

Bevor sich hoher Besuch ankündigte, ehrte die Prinzengilde einige Mitglieder mit besonderen Jubiläen. So ist der ehemalige Präsident Günter Spitz bereits seit 33 Jahren Vereinsmitglied, ebenfalls auch Rudolph Kaul. Für seine Tochter Dr. Martina Willems nahm Peter Flor die Auszeichnung für 3 x 11 Jahre Mitgliedschaft an. Günter Winden konnte schon auf 44 Jahre bei der Prinzengilde zurückblicken und wurde ebenfalls geehrt.

Dann zogen mit viel Tamtam Prinz René und sein Zeremonienmeister mit dem Gefolge ins Zelt ein. Der Narrenherrscher konnte sich dank des besonderen Transportmittels an vergangene Kreuzfahrten auf der Aida erinnert fühlen. Zum Dank schmetterte das Prinzengespann ein paar seiner Liedchen. Musikalisch ging es auch weiter, als die KG Eefelkank mit der Brass-Els-Kapelle und einer Tanzshow vorbeischaute.

Völlig unerwartet durften sich dann drei Prinzengilde-Mitglieder über eine besondere Ehre freuen. Zum einen zeichnete das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler Verena Bredohl und Steffi Jelic für ihr Engagement um die Jugend des Vereins mit dem 1. Klasse-Komitee-Orden aus. Zum anderen ehrte der Vorstand der KG Michael Schröder und in Abwesenheit auch Ralf Boltz – beide herrschten vor genau 30 Jahren als Zeremonienmeister und Prinz über Eschweilers Jecken. Zum Prinzenjubiläum gab es ein Präsent.

Der „erfolgreiche Landwirt“ Hastenraths Will (Christian Marcharski) philosophierte anschließend über die Bedeutung der Ehe: „Für den Mann bedeutet Ehe ein Geben und Weggenommen-Kriegen“. Außerdem habe er Rudi Bertram zum letzten Wahlsieg verholfen, denn ihm sei „die Zigarre in den Korb mit den CDU-Stimmen gefallen“. Diese Attacke auf die Lachmuskeln wurde mit reichlich Applaus belohnt. Da so die Hände einmal aufgewärmt waren, ließ es sich auch gut beim folgenden Auftritt von „Stabelsjeck“ mitklatschen. Die Eschweiler Mundartband begeisterte mit Kölschen Tön wie „Polka polka polka“ und „Leev Marie“.

Dem Ohren- folgte gleich ein zweifacher Augenschmaus: Die Mädchentanzgarde Klömm Erop und die Große Wache der KG Prinzengilde Bergrath überzeugten mit gut einstudierten Tanzdarbietungen. Zu fortgeschrittener Stunde betrat dann das Duo Firlefanz die Bühne. Mit Komik und Gesang unterhielten Udo Titze und Benjamin Simmat. Sie bewiesen gemeinsam mit dem Publikum, dass sämtliche Lieder mit „lalala“ gesungen werden können – von „Alice“ bis „Das rote Pferd“.

Kurz vor der Geisterstunde war auf der Sitzung der perfekte Zeitpunkt für den „Tanz der Vampire“ gekommen, den die Showtanzgruppe „Op Zack“ in perfekter Manier präsentierte.

Zum Abschluss des bunt gemischten Programms aus Tanz, Comedy und Musik, aus eigenen Kräften und hochkarätigen externen Auftretenden sorgten „De Kröetsch“ noch einmal für super Stimmung. Sie sangen „Uns jeiht et joot“ und forderten gleichzeitig „Mach dein Ding“. Dies ließen sich die Prinzengilde und ihre Gäste nicht zwei Mal sagen und feierten bis in den frühen Morgen.

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