Bergrath unter der Lupe: Verkehrsprobleme und Vandalismus

Von: smi
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Mitglieder des SPD-Ortsvereins
Mitglieder des SPD-Ortsvereins Süd nahmen Bergrath bei einer Ortsbegehung genau unter die Lupe. Foto: Sarah Merk

Eschweiler. Verkehrsprobleme, Vandalismus, Vermüllung - dies sind nur einige der Missstände, die die Genossen des SPD-Ortsvereins Süd bei ihrer Ortsbegehung in Bergrath unter die Lupe nahmen.

Doch bevor die Inspektion startete, wurden die anwesenden Mitglieder von Feuerwehrmann Sascha de Buhr über wichtige Aspekte des Brandschutzes informiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Einsatz von Rauch- und Gasmeldern.

Anschließend machte sich die Gruppe um ihren Vorsitzenden Peter Gartzen von der alten Bergrather Schule aus auf den Weg durch den Ort. Die Wanderung führte sie zur Hubertusrunde, wo immer wieder Fahrbahnmarkierungen von Autofahrern missachtet und Fußgänger in Gefahr gebracht würden.

Ähnliches gelte für das Teilstück der Kopfstraße zwischen Hubertusrunde und Unterführung. Dort sorgen Parker auf der linken Seite in Richtung Brückenbauwerk immer wieder für Verkehrsbehinderungen und Gefahrensituationen, so die SPD. Die Unterführung selbst solle auch verkehrstechnisch entschärft werden. Die Mittel hierfür seien im städtischen Haushalt eingeplant, so Peter Gartzen, allein die Ausführung lasse noch auf sich warten.

An der Katholischen Grundschule Bergrath gab es einen erneuten Halt. Das dortige Minispielfeld, eigentlich ein positives Element in der Infrastruktur des Stadtteils, gebe schon seit längerem auch Anlass zu Unmut unter den Anwohnern.

Vor allem an Wochenenden werde es von jungen Erwachsenen - teils auch aus anderen Regionen - genutzt und Kinder, für die das Areal eigentlich vorgesehen ist, können es kaum nutzen. Erschwerend komme hinzu, dass die Festwiese in diesem Zusammenhang mit Fahrzeugen befahren werde, regelmäßig Abfälle zurückblieben und es zu Beschädigungen der Anlage komme.

Der Ortsverein schlägt deshalb vor, den Bereich der Festwiese mit einem Zaun und einem Einfahrtstor zu versehen, damit diese Art der Belästigung in Zukunft unterbleibt.

Im weiteren Verlauf der Ortsbegehung wurden erneut der Straßenverkehr beziehungsweise abgestellte Fahrzeuge als Problem ausgemacht. Dies führe in der Weier-straße, am ESG-Tennisheim, und im Wendebereich der Hunsrückstraße zu Behinderungen, im Ernstfall sicher auch für die Feuerwehr.

Und dies, obwohl an einigen Stellen Halteverbotsschilder eine eindeutige Sprache sprechen. Gelegentliche Kontrollen könnten hier aus Sicht der SPD Süd ein geeignetes Mittelsein. In der Fußgängerunterführung „Auf dem Höfchen” wurde von einigen Bewohnern die Beleuchtung als unzureichend kritisiert.

Auf dem Parkplatz neben dem Bergrather Sportplatz gebe es ebenfalls ein Müllproblem. Die Verantwortlichen des SV Falke Bergrath greifen häufig selbst zu Kehrblech und Schaufel. Außerdem habe der Parkplatz sehr viele Schlaglöcher, die besonders bei Regenwetter für die Sportplatzbesucher unangenehm seien und dringend verfüllt werden müssten.

Den Schlusspunkt der Wanderung setzten die Bergrather Genossen schließlich am Riffersbach. Alle dort aufgebauten Bänke wurden wieder einmal zerstört, die Fragmente wurden entfernt. Und auch die vor einigen Jahren erneuerte Holzbrücke am Wendekreis Harzstraße stand noch auf der Liste.

Die in Längsrichtung verlegten Bohlenbretter weisen durch Verwitterung und Abrieb mittlerweile gefährliche Längsspalten auf, die Fahrradfahrern, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Rollatoren leicht zum Verhängnis werden können. Hier könnten Holzkrallen, die im Abstand von wenigen Zentimetern angebracht werden, die Gefahr entschärfen.

Zum Abschluss gab es aber auch Positives. Alle eingesunken Gullydeckel, abgebrochenen Bordsteinkanten und Schlaglöcher sollten nicht den Blick darauf verstellen, das Bergrath ein lebenswerter Stadtteil ist, in dem es durchaus auch lauschige Plätze gibt - betonten die Genossen.

Die Ergebnisse der Ortsanschauung werden in einem Brief an Bürgermeister Rudi Bertram zusammengefasst - mit der Hoffnung auf baldige Abhilfe und Unterstützung.
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