Benefizkonzert hilft Eltern todkranker Kinder

Von: sh
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Uber den Tod hinaus: Für die Hospizinitiative ist die Betreuung mit dem Begräbnis nicht beendet. Foto: imago

Eschweiler. Für Familien gibt es wohl keine schlimmere Situation, als wenn das eigene Kind sterbenskrank ist. Die eigene Tochter oder den eigenen Sohn in den Tod zu begleiten, stellt Eltern vor eine unglaublich große Herausforderung, eine nahezu nicht zu meisternde Hürde. Eine ausgestreckte Hand, die in solch schweren Zeiten Hilfe anbietet, kann für die Betroffenen daher Gold wert sein.

Als die Sängerinnen des St. Jöriser Frauenchors von der aufopferungsvollen Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes Aachen/Kreis Heinsberg „Sonnenblume” hörten, war ihnen schnell klar, dass sie mit ihrem traditionellen Benefizkonzert die Arbeit des Vereins unterstützen wollten.

„Unsere Zuhörer haben sich wieder sehr spendenfreudig gezeigt, so dass 750 Euro beim adventlichen Konzert zusammenkamen”, freute sich die Vorsitzende des Frauenchors, Waltraud Aldenhoff, bei der Geldübergabe im Proberaum an der Merzbrücker Straße. Die 32 Sängerinnen stockten den Betrag noch einmal um 250 Euro auf, so dass Aldenhoff nun gemeinsam mit ihren Vorstandskolleginnen Ursula Liedtjens und Leona Hörber die stolze Summe von 1000 Euro an Hannelore Leiendecker überreichen konnten.

Leiendecker, eine von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des ambulanten Kinderhospizdienstes, nahm den warmen Geldregen hocherfreut entgegen und erzählte aus dem außergewöhnlichen Arbeitsalltag, den sie un ihre Kollegen bewältigen. „Wir machen vor allem all das, was die Krankenkassen nicht bezahlen”, erklärte Leiendecker, die im Aachener Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Dabei begleiten wir von der Diagnosestellung bis über den Tod des Kindes hinaus.” Und dieser Zeitraum kann mitunter mehrere Jahre umfassen.

Kinder mit unheilbar, lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien sollen so von den alltäglichen Dingen, wie der Versorgung im Haus oder notwendigen Fahrdiensten, entlastet werden.

Die Ehrenamtler haben stets ein offenes Ohr, informieren über Hilfsangebote, vermitteln weitere Kontakte oder sind in schweren Zeiten auch einfach nur mal da.

„Wichtig ist für uns, dass unsere Mitarbeiter den Menschen sehen, der hinter der Krankheit steckt”, formulierte Leiendecker den Ansatz des Hospizvereins, der momentan aus 23 ehrenamtlichen Helfer besteht. Da es sich um ein ambulantes Angebot handelt, gehen die Mitarbeiter stets in die Familien rein. „Vertrauen ist das ganz wichtig”, weiß die Expertin aus Erfahrung.

Der Frauenchor St. Jöris ist mit der Wahl in jedem Fall glücklich. Denn mit dem Kinderhospizdient Sonnenblume haben die Damen eine Institution gefunden, die die finanzielle Unterstützung schnell und unbürokratisch gebrauchen kann, um so unheilbar erkrankten Kindern und ihren Familien ein Stück mehr an Lebensqualität zu schenken.
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