Eschweiler-Dürwiß - Beispielhafte Wohnanlage: Schicke Wohnungen für moderne „Alte”

Beispielhafte Wohnanlage: Schicke Wohnungen für moderne „Alte”

Von: rpm/thd
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Vom Eschweiler Architekturbür
Vom Eschweiler Architekturbüro Blum-Breuer-Brückner geplant: die barrierenfreie Wohnanlage an der Ecke Jülicher und Gasthausstraße mitten in Dürwiß. Hier der Blick von der Jülicher Straße auf die Fassade des 60 Metern langen Komplexes, der in vier Häusern insgesamt 31 Wohnungen umfasst. Zeichnung: Blum-Breuer-Brückner

Eschweiler-Dürwiß. In Dürwiß wird gebaut. Nur was da an der Jülicher Straße gebaut wird, war vielen unklar. Die Gerüchteküche brodelte heftig im Dorf.

Ein Altenheim soll entstehen? Nein! Im Dürwsser Dialog der CDU Dürwiß klärt Bauherr Professor Dr. Manfred Wallrich auf: Dort, wo früher ein Möbelhaus und eine Tankstellle mit Reparaturbetrieb zunächst Leben, später dagegen den Mief überkommener Zeiten in den Ort brachten, entsteht eine Wohnanlage zum barrierefreien Wohnen.

Jetzt erhält die markante Excke im Ortskern ein neues, zeitgemäßes Äußeres. Zahlreiche Bürger waren zum Dürwisser Dialog im Anschluss an die Mitgliederversammlung der CDU zu „Kelche” gekommen. Hier wurde das eigentliche Thema auf den Tisch gebracht. „Die Bürger haben Angst, es entstehe ein Altenheim. Wir wollen aber auch kein Haus für betreutes Wohnen bauen. Wir bauen ein Haus, in dem selbst Schwerbehinderte barrierefrei leben können - ohne auch nur ein Hindernis überwinden zu müssen”, deckte Bauherr Manfred Wallrich auf. Das Grundstück Jülicher Straße/ Ecke Gasthausstraße werde seit acht Wochen bereits geräumt, die Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Im Januar soll der Bau starten.

Und was entsteht genau: Eine moderne Wohnanlage mit mehreren Aufzügen, mit großzügigen Sonnenterrassen und Balkons. „Der 60 Meter lange Komplex ist in vier Häusern mit insgesamt 31 Wohnungen eingeteilt. Die vier Etagen sind über Treppen zu erreichen, aber vor allem durch einen Aufzug und Rampen an den Eingängen. Neben der Tiefgarage verfügt jede Wohnung über eine Fußbodenheizung, elektrische Rollläden und überbreite Türen”, erklärt Wallrich. Das Haus solle zudem sehr energiesparend gebaut und mit Pellets beheizt werden. „Solarthermie können wir leider nicht nutzen, da die Forderungen nicht erreicht werden würden - selbst wenn das ganze Dach aus Solaranlage bestände”, begründet Wallrich die Pellet-Entscheidung.

Die Wohnungen aus Küche, Bad, Abstellkammer, Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer sollen eine Zielgruppe von 50plus ansprechen. Nicht nur ältere Menschen, sondern auch Menschen im Rollstuhl können ihre Wohnung erreichen, ohne eine einzige Stufe betreten zu müssen. Eine Krankenhausstil soll es aber nicht werden: „Die 94 und 88 Quadratmeter großen Wohnungen reichen vom Platz alle aus, damit sich ein Rollstuhlfahrer bequem bewegen kann.

Er soll aber auch das Gefühl haben, zu Hause zu sein. Wir suchen daher moderne und gleichzeitig praktische Lösungen”, beschreibt Wallrich, von Beruf Professor für Kraftfahrzeugtechnik an der FH Köln, das Konzept selbstbestimmten Wohnens. „Die Dusche wird ebenfalls nur ein paar Millimeter eingelassen, damit keine Anstrengungen den Komfort einschränken.”

Die Dürwisser stehen nach dem Dialog dem neuen Projekt mit einem besseren Gefühl entgegen. „Die Vorstellungen des Bauherrn stießen auf reges Interesse”, resümiert CDU-Stadtverbandschef Willi Bündgens. „Wir planen nicht mit Pflegepersonal, sondern wollen die Barrieren überbrücken. Wer dennoch Hilfe möchte, kann diese gerne privat beantragen - aber das stellen wir frei”, klärte Wallrich noch einmal die Unstimmigkeiten. Sollte der Winter mitspielen, beginnen die Bauarbeiten im Januar. Ende nächsten Jahres sollen die Wohnungen bezugsfähig und vielen Menschen eine bequeme Zukunft bieten.

Die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Pia Dondorf gab im Vorfeld einen Überblick über die Aktivitäten des Dürwisser Dialogs: „Wir unterstützen die Straßen-, Grünflächen- und Friedhofspflege und haben Anträge gestellt unter anderem zur Ortsbegehung, zur Sanierung des Kriegerdenkmals und auch zur Deckenerneuerung der Eichenstraße.”

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Willi Bündgens lobte das Engagement. „Die Aktivitäten hier im Dorf laufen und der Ortsverband geht mit gutem Beispiel voran - von dieser Arbeit werden wir bald Früchte tragen”, sagte Willi Bündgens.
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