Beim Pfarrfest beweist Röthgen Geschlossenheit

Von: vr
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„Hey, ab in die Kita“, die Kinder der Tagesstätten St. Marien und „Sonnenschein“ sangen die dunklen Regenwolken fort. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Was in Freiburg der „Hock“ und in Köln das „Veedelsfest“ ist, das ist seit Jahrzehnten in Röthgen das Pfarrfest. Sah es vor zwei Jahren noch so aus, als hätte das traditionelle Straßenfest am Pastor-Zohren-Haus keine Zukunft mehr, so bewies der rege Zuspruch am Wochenende trotz grauer Regenwolken das Gegenteil: St. Marien lebt und feiert sein Pfarrfest, das dank vieler ehrenamtlicher Helfer wieder einiges zu bieten hatte.

Grill, Cocktailbar, Crêpes und Kuchen, das kulinarische Herz schlug am Wochenende in Röthgen. Dank tatkräftiger Hilfe der Hohensteiner-Pfadfinder war die Budenstadt innerhalb von zwei Tagen komplett aufgebaut, so dass das Organisationsteam um GdG-Ratsmitglied Birgit Weyand und Dr. Gero Rhiem entspannt die zahlreichen Verpflegungs- und Spielstände vorbereiten konnte. Mit „Brass on Spass“, die am Samstagabend wetterbedingt ihr Konzert spontan in der gemütlichen Pfadfinder-Hütte am Pastor-Zohren-Haus spielten und der „Rasselbande“ der Caritas-Werkstätten, Stammgäste des Röthgener Pfarrfestes, war an beiden Tagen auch für Live-Musik gesorgt.

Gemeinsam mit den Kindern der Kitas „Sonnenschein“ und St. Marien, die ihren Tag der offenen Tür auf den Pfarrfesttermin gelegt hatten und so für Publikums-Synergien sorgten, bot die Kindertanzgruppe der Blauen Funken eine Reise „Ab in die Kita“. Der Trommelworkshop im Kita-Turnraum erfreute sich nicht weniger Beliebtheit und rundete das Bild der integrativen Einrichtung ab. Aktuell spielen und lernen in beiden Kitas etwa 80 Kinder. 25 Betreuer, darunter Therapeuten und Pädagogen, kümmern sich um die kleinen Kita-Gäste.

Neben der Betreuung der Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf wird die Einrichtung der Caritas-Lebenswelten auch seiner Verantwortung als Familienzentrum gerecht, das Beratung und diverse Familien unterstützende Angebote umfasst. „Alle Generationen unter einem Dach“, so Kita-Leiterin Anita Permantier, laute das Motto in Röthgen.

Eine weitere Parallele zum gleichzeitig stattfindenden Pfarrfest am Samstag und Sonntag, schließlich trafen sich auch hier mehrere Generationen zum Klönen und Feiern. „Dieser Treffpunkt muss unbedingt erhalten bleiben!“ Dem Wunsch Dr. Gero Rhiems dürfte sich nicht nur ein ganzer Stadtteil Eschweilers anschließen, bietet das Röthgener Pfarrfest doch etwas, was es in keinem digitalen Netzwerk dieser Welt gibt: echte menschliche Nähe.

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