Eschweiler - Beim Integrationsfest stehen Gespräche im Mittelpunkt

Beim Integrationsfest stehen Gespräche im Mittelpunkt

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
6377021.jpg
Begegnung der Kulturen: Dr. Wolfgang Joußen, Aniko‘ Ecker, Ilker Zaman und Jürgen Rombach laden zum Integrationsfest. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Wenn es um „die Migranten“ und „die Deutschen“ geht, dann redet man meist nur übereinander. Dabei sei es viel besser, wenn man einfach mal miteinander spricht. Das löse Probleme und baue Vorurteile ab, meint Ilker Zaman.

Deshalb wünscht sich der Vorsitzende des Eschweiler Integrationsrates auch für das bevorstehende Fest unter dem Motto „Begegnung der Kulturen“, dass sich Besucher und Aussteller, Deutsche und Migranten einfach mal unterhalten. „Das ist der richtige Weg. Es ist immer gut, wenn man direkt miteinander spricht“, sagt Zaman.

Und dazu gibt es bei dem Fest „Begegnung der Kulturen“, das am Samstag, 12. Oktober, in der Aula der Realschule steigt, reichlich Gelegenheit. „Es gibt Pausen im Programm, so dass man ins Gespräch kommen kann“, sagt Zaman. Aber nicht zu lange quatschen. Denn das Programm kann sich sehen lassen. Es gibt Musik, Tanz, Folklore und Informationen.

Vorgestellt wird etwa die Einbürgerungskampagne der Städteregion. „Es ist ja nicht so einfach Deutscher zu werden. Da gibt es einige bürokratische Hürden“, sagt Jürgen Rombach, Integrationsbeauftragter der Stadt Eschweiler. Man wolle erläutern, wie Ausländer den deutschen Pass bekommen können. „Wir wollen die Leute motivieren. Sie sollen sich überlegen, ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben wollen“, sagt er.

Dr. Wolfgang Joußen wird das Projekt „Face – Gesicht zeigen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ vorstellen. Das Projekt ist aus dem Engagement von Schülern und Schulsozialarbeitern hervorgegangen, die im Jahr 2012 einen Neonazi-Aufmarsch verhindert hatten. In dem Projekt bekommt man auch die Möglichkeit Gesicht für Vielfalt und Toleranz zu zeigen. Wer möchte, kann sich beim Integrationsfest dafür fotografieren lassen. Mehr als 60 Bilder hat die Initiative bereits gesammelt.

Die Besucher – Zaman rechnet mit 200 bis 300 Gästen – erwartet zudem ein multikulturelles Programm. Es gibt türkische Folklore, Auftritte einer Sambatänzerin und der Gruppe „Herencia Latina“. Aber die Organisatoren setzen auch auf traditionelle Eschweiler Kräfte: die Showtanzgruppe „Op Zack“.

Also: gutes Programm, gute Absichten – alles in Ordnung. Oder doch nicht? Häufig haben die Besucher auf Veranstaltungen wie diesen ohnehin viel für Integration übrig. Ob man auch die Zurückhaltenden oder gar Skeptischen erreichen kann, wird sich zeigen. Zaman ist jedenfalls optimistisch. Und: Integration funktioniere in Eschweiler ohnehin. „Es gibt immer mal Streit, aber insgesamt läuft es gut“, sagt Zaman. Das Fest soll dazu beitragen, dass das Zusammenleben künftig noch ein bisschen Besser klappt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert