Bei Norovirus auf jeden Fall zu Hause bleiben

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Eschweiler. Winterzeit ist oft auch Noroviruszeit. Doch in diesem Jahr hat die Norovirussaison nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) deutlich früher und heftiger begonnen als in den Vorjahren.

Im November 2016 wurden bundesweit mehr als 14.500 bestätigte Fälle des hochansteckenden Brechdurchfalls registriert, wie das RKI in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin mitteilt. Auch im St.-Antonius-Hospital stellen sich zurzeit vermehrt Patienten vor, die den Erreger in sich tragen.

Das Pflegepersonal hat daraufhin die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen intensiviert. Gleichzeitig klärt das Hygienemanagement Patienten und Besucher darüber auf, welche Vorsichtsmaßnahmen in dieser Zeit besonders wichtig sind.

Besonders gefährdet

Das Magen-Darm-Virus verursacht Erbrechen, starke Durchfälle und führt zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, da diese den Flüssigkeitsverlust oft nicht ausgleichen können. Das Virus wird entweder durch den direkten Kontakt mit Erkrankten oder aber indirekt durch verschmutzte Oberflächen, mit denen ein Erkrankter in Kontakt kommt, übertragen.

Nur wenige Erreger reichen für eine Infektion aus. Daher ist es besonders wichtig, dass in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen die allgemeinen Hygieneregeln, besonders die der Händehygiene, streng eingehalten werden. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit vergehen sechs bis 50 Stunden. Dann löst die Infektion schwallartiges heftiges Erbrechen und starke Durchfälle aus, die zu einem erheblichen Flüssigkeitsmangel führen können.

Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen und fühlen sich völlig matt. Fieber tritt allerdings selten auf und die Symptome klingen nach zwölf bis 48 Stunden in der Regel wieder ab.

Da das Virus hoch ansteckend und vor allem für geschwächte Personen gefährlich ist, bittet das St.-Antonius-Hospital folgende Hygieneregeln einzuhalten:

Bitte verzichten Sie auf einen Besuch Ihres Angehörigen im Krankenhaus, wenn Sie selber erkrankt sind. Nutzen Sie bei einem Besuch im Krankenhaus die zahlreichen Möglichkeiten der Händedesinfektion. Bleiben Sie bitte auch dann noch zu Hause, wenn Sie keine Symptome mehr haben. Die Erkrankung ist noch zwei Tage nach Abklingen der Anzeichen ansteckend.

Der wirksamste Schutz vor einer Infektion ist häufiges und sorgfältiges Händewaschen, vor allen Dingen nach einem Toilettenbesuch und vor dem Essen. Erkrankte sollten unbedingt eigene Handtücher benutzen und diese täglich wechseln.

Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht.

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